Der Spieler

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Osman S. (46) Türke, aber kein Kurde. Er wurde vor sechs Jahren verhaftet, sass zwei Jahre in Einzelhaft. Ist jetzt im vorzeitigen Strafvollzug in Pöschwies.

Vorwurf: Mittäterschaft bei der vorsätzlichen Tötung. Er soll mit Bandenboss Nasar M. den Auftrag zur Tötung des IV-Rentners gegeben haben. Das Heroin, das angeblich in Kümmertshausen gelagert war, habe – gemäss Staatsanwalt – zum Teil ihm gehört. Das grösste Problem von Osman S.: Sein Handy wurde in der Tatnacht kurz nach 20 Uhr sieben Minuten lang in der Nähe von Kümmertshausen geortet. Laut Anklage der Todeszeitpunkt des IV-Rentners. Osman S. soll mit Bandenboss Nasar M.nach Kümmertshausen gefahren sein, um dem Einsatz-Trio Druck zu machen, weil zweimal nichts passiert sei.

Sein Verteidiger Andreas Fäh beantragt Freispruch. Osman S. sei nie mit dem IV-Rentner in Verbindung gebracht worden, niemand aus dem Umfeld des Toten kenne ihn. Osman S. habe auch nichts mit Menschenschleusungen zu tun. Er hat Glücksspiele organisiert und selber gespielt. Osman S. sagt selber, sie seien nach Kümmertshausen gefahren, um nachzusehen, ob der Mann tatsächlich gestorben sei. Vor dem Haus hätten sie ein Absperrband gesehen und seien umgekehrt, da sie dachten, die Polizei sei schon da. (san)