Der Rappe zieht in der Mitte

Ein fünfspänniges Pferdefuhrwerk sieht man nicht alle Tage. Am Auffahrtstag bot sich einem dieses Schauspiel in Wilen bei Neunforn.

Theres Schurter
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Die fünfspännige Postkutsche vom Klausenpass unterwegs zur Mittagsrast in Wilen-Neunforn. (Bild: Theres Schurter)

Die fünfspännige Postkutsche vom Klausenpass unterwegs zur Mittagsrast in Wilen-Neunforn. (Bild: Theres Schurter)

WILEN BEI NEUNFORN. Walter Gasser aus Hallau führte die Kolonne der ehemaligen Turnierfahrer an. Nach den acht Zweispännern und dem Gesellschaftswagen folgte die imposante fünfspännige Postkutsche, die einst am Klausenpass verkehrte. Besitzer und Fahrer Walter und Christa Gasser aus Hallau spannten dazu vier ihrer Schimmel und ihren einzigen Rappen namens «Cabernet Sauvignon» ein. Dieser Fünfspänner war überall Blickfang und Publikumsmagnet an diesem Auffahrtsausflug der Ostschweizerischen Fahrsport-Vereinigung.

Mit Wasser und Heu gestärkt

Zum Mittagessen wurden sie bei Vereinsmitglied Bruno Sennhauser in der Besenbeiz «Zum Ross-Stall» in Wilen bei Neunforn erwartet. Die Kutschen fanden alle Platz. Nicht nur die Menschen wurden vorbildlich vom Salatbuffet und Oklahoma-Grill versorgt, sondern auch die Pferde: Wasser und Heu stärkte sie für die Retourfahrt. Nach eineinhalb Stunden Ruhepause ging es über Neunforn zurück zum Ausgangspunkt in der Reithalle Stammheim. Besondere Bedeutung hatten Pferdegespanne lange Zeit als Transportmittel beim Militär. Mit der Zeit entwickelte sich daraus der Fahrsport um Hindernisse herum.

Tradition hoch halten

Die Ostschweizer Fahrsport-Vereinigung hat zum Ziel, das traditionelle Fahren wieder zu fördern und den kulturellen Hintergrund aufleben zu lassen. Dazu unternehmen die Mitglieder zwanglose Ausfahrten.

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