Der Plättli-Zoo hat gleich dreifach Schwein gehabt

Vor kurzem sind im Zoo drei spezielle Säuli auf die Welt gekommen. Sie sind zur Hälfte Wollschwein und zur Hälfte Wildschwein. Wenn sie grösser sind, sollen sie beim bekannten Schausteller Rodolfo aus Amriswil Schweinerennen bestreiten.

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Mama Bianca ist ein Wollschwein, Papa Tommy ein Wildschwein. Im Plättli-Zoo leben sie im gleichen Gehege. Und irgendwann ist es passiert: Sie haben sich gern gehabt, Liebe gemacht, und jetzt sind drei junge Säuli auf die Welt gekommen. Wie Christoph Wüst, stellvertretender Zooleiter, sagt, war jedes der drei Jungtiere zwischen 500 und 600 Gramm schwer, als die drei am 19. September geboren wurden. Ausgewachsen können Keiler bis zu 180 Kilogramm wiegen, Weibchen bis zu 100 Kilogramm.

Die Tarnstreifen stammen von Papa Tommy

Wollschweine sind Haustiere, während Wildschweine die Urform aller domestizierten Schweinerassen darstellen. Wie Wüst vom Plättli-Zoo erklärt, ist es keine Seltenheit, dass sich verschiedene Schweinerassen miteinander paaren. Von Papa Tommy haben die drei kleinen Säuli, die bislang noch keine Namen tragen, die für Wildschweinfrischlinge typischen Streifen im Fell. Diese würden den Jungen in der freien Wildbahn als Tarnung dienen.

Mama Bianca hat mit den drei Säuli zum ersten Mal Nachwuchs geboren. Schweine können bis zu zwölf Jungtiere auf einmal gebären. Da Bianca nun also noch Kapazitäten hat, ist sie Pflegemutter geworden für zwei weitere Schweinchen. Diese sind kürzlich bei einem Landwirt auf die Welt gekommen und stammen aus einem Zwölferwurf.

Nach Auskunft von Christoph Wüst sind die drei Säuli putzmunter. Derzeit würden sie sich vor allem von Muttermilch ernähren. Die drei Kleinen werden aber wohl höchstens ein Jahr im Plättli-Zoo in Frauenfeld bleiben. Denn sie sollen dereinst Rennschweine werden beim bekannten Schausteller Rodolfo aus Amriswil. (ma)

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