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Der «Obstgarten» soll wieder blühen

Ein Quartierladen soll in zwei Jahren in der «Obstgarten»-Überbauung neben dem Kantonsspital Frauenfeld aufgehen. Zudem wird das leerstehende Restaurant saniert. Das Ziel ist eine gemütliche Quartierbeiz – genau wie früher.
Mathias Frei
Auf lange Sicht wieder eine Quartierbeiz: Das Restaurant Obstgarten soll bis in zwei Jahren saniert sein. (Bild: Nana do Carmo)

Auf lange Sicht wieder eine Quartierbeiz: Das Restaurant Obstgarten soll bis in zwei Jahren saniert sein. (Bild: Nana do Carmo)

FRAUENFELD. «Das Restaurant Obstgarten soll wieder die gemütliche Quartierbeiz werden, wie sie früher einmal eine war», sagt Dieter Stutz. Der Geschäftsführer der Walliseller Architektur- und Siedlungsplanungsfirma Atlantis vertritt die Bauherrschaft der «Obstgarten»-Überbauung grad vis-à-vis des Kantonsspitals. Die Zeichen für ein Quartierrestaurant im Huben-Quartier stehen derzeit so gut wie schon lange nicht mehr. Denn die Bauherrin, eine Immovia AG aus dem zürcherischen Zollikon, will für die dritte und letzte Etappe der «Obstgarten»-Überbauung nochmals 20 Millionen Franken verbauen.

Mit dem Geld werden nebst 37 Eigentums- und 15 Mietwohnungen ein Quartierladen erstellt sowie die Restaurant-Liegenschaft saniert. Stutz rechnet diesen Winter mit der Baubewilligung. Von Sommer 2015 bis Herbst 2016 wird gebaut.

Für Büezer und Regierungsräte

Die Wirtschaft zum Obstgarten wurde 1858 eröffnet, damals noch mitten im Grünen hoch über der Stadt. In neuerer Zeit prägte vor allem Wirtin Maria Soltermann den «Obstgarten». Jedermann kehrte bei ihr ein, vom Büezer bis zum Regierungsrat. Sie führte das Restaurant 35 Jahre lang. Im Frühling 2009 verstarb die bekannte Wirtin. Die Erbengemeinschaft wollte das Gebäude abbrechen, die Stadt sagte aber Nein. Später stand das Lokal leer, eine Zeitlang wurde eine Baustellen-Beiz darin betrieben.

Nun soll der Liegenschaft wieder neues Leben eingehaucht werden. Die Bauherrschaft plant, das Gebäude als Gastrobetrieb zu sanieren. «Der Wirt muss sich nur um eine neue Küche kümmern, der Rest kann saniert übernommen werden», erklärt Stutz. Ein Gastroberater steht den Architekten zur Seite.

Gutes Einkommen für Ehepaar

Nach der Sanierung sei es Ziel, die Liegenschaft dem zukünftigen Wirt zu verkaufen, sagt Stutz. Er ist überzeugt, dass die Einkünfte aus der Quartierbeiz gut für ein Wirteehepaar und eine angestellte Servicekraft reichen. Beim Kauf vor vier Jahren sei ein halbes Dutzend Gastronomen an einem Weiterbetrieb interessiert gewesen, sagt Stutz.

In der Überbauung selbst ist ein Quartierladen mit 450 Quadratmeter Verkaufsfläche geplant. Zwei grosse Schweizer Detaillisten sind gemäss Dieter Stutz interessiert, in Huben eine Filiale zu eröffnen. In zwei Monaten könne er mehr verraten. Nur so viel: «Es wird kein grösserer Kiosk, sondern ein normaler Laden für den täglichen Bedarf.»

«Erfreuliche Entwicklung»

Diesen Frühling hatte die «Frauenfelder Woche» das Thema des fehlenden Quartierladens in Huben aufgegriffen. «Nach der Berichterstattung in der <Frauenfelder Woche> hat der Quartierverein in 50 Mails positives Feedback auf die Quartierladen-Idee erhalten», erklärt Peter Wanner, Präsident des Quartiervereins Huben. Im September will der Quartierverein seinen 400 Mitgliedern eine Umfrage über die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten in Huben schicken. Die Entwicklung mit dem Quartierladen in Verbindung mit der Sanierung des «Obstgartens» bezeichnet Wanner als sehr erfreulich. Die Frage sei einfach, ob die Bewohner von Huben die Einkaufsmöglichkeit auch nutzen würden, wenn sie dann bestehe. Auf ebendiese Frage soll die geplante Quartierumfrage eine Antwort liefern.

Peter Wanner Präsident Quartierverein Huben (Bild: Thomas Wunderlin)

Peter Wanner Präsident Quartierverein Huben (Bild: Thomas Wunderlin)

Dieter Stutz Geschäftsführer Atlantis AG, Wallisellen (Bild: pd)

Dieter Stutz Geschäftsführer Atlantis AG, Wallisellen (Bild: pd)

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