Der letzte Anlauf zur neuen Strasse

Der Fahrplan der Regierung ist ehrgeizig: Denn National- und Ständerat sollen die Haltung des Thurgauervolkes zur Bodensee-Thurtal-Strasse (BTS) kennen, noch bevor sie entscheiden, ob der Bund die Thurtalstrasse übernehmen soll.

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Der Fahrplan der Regierung ist ehrgeizig: Denn National- und Ständerat sollen die Haltung des Thurgauervolkes zur Bodensee-Thurtal-Strasse (BTS) kennen, noch bevor sie entscheiden, ob der Bund die Thurtalstrasse übernehmen soll. Bereits im Mai will Baudirektor Jakob Stark die teilweise neue Linienführung der BTS und der Oberlandstrasse (OLS) in die öffentliche Bekanntmachung geben, im Herbst soll der Grosse Rat den Richtplan bereinigen. «Das ist angesichts der vielen Änderungen nötig», sagt Stark. Im Dezember soll das Kantonsparlament dann den Netzbeschluss für beide Strassen erhalten. Ende 2012 oder Anfang 2013 soll das Volk über den Netzbeschluss befinden. Sollte er – wie die T14 im Jahr 2005 – abgelehnt werden, sei dies der letzte Anlauf gewesen, sagt Stark. Zwei Nein zu einer Thurtal-Strasse seien ein zu deutliches Signal.

Sollte der Bundesnetzbeschluss nicht zustande kommen, muss der Kanton die BTS allein finanzieren. Die Kosten von ca. 800 Millionen Franken könnten nur mit höheren Motorfahrzeugsteuern gedeckt werden, sagt Stark. Die Finanzierung soll dem Grossen Rat bzw. dem Volk mit dem Netzbeschluss vorgelegt werden. (hal)