Der Kunde kauft einen Haufen Schlamm

Fische ersticken, wenn sich in einem Weiher zu viel Schlamm sammelt. Der Schlamm entzieht dem Gewässer den Sauerstoff. Deshalb sollten Weiherbesitzer diesen alle 20 Jahre von Schlamm befreien. Tobias Juchler von der Firma Aquamarine Technologies bietet hierfür eine besonders schonende Technik an.

Drucken
Teilen

Fische ersticken, wenn sich in einem Weiher zu viel Schlamm sammelt. Der Schlamm entzieht dem Gewässer den Sauerstoff. Deshalb sollten Weiherbesitzer diesen alle 20 Jahre von Schlamm befreien. Tobias Juchler von der Firma Aquamarine Technologies bietet hierfür eine besonders schonende Technik an. Er fährt mit einem Amphibienfahrzeug auf das Gewässer. Vorne an dem Fahrzeug ist eine Pumpe befestigt, die wie ein Rüssel ins trübe Gewässer taucht und den Schlamm vom Grund wegsaugt. Über einen Schlauch wird der Schlamm in grosse Behälter geleitet, die aussehen wie Luftmatratzen.

Diese heissen Geotubes.

In den Geotubes wird der Schlamm vom Wasser getrennt, das Wasser gesäubert und wieder in den Weiher geleitet. Zurück bleibt Schlamm, der als Humus wiederverwendet werden kann. Der Kunde bezahlt Juchler nicht für den Service, sondern kauft eben diesen Schlamm. Der Preis pro Kubikmeter hängt davon ab, wie aufwendig die Reinigung war.

Gegenüber der konventionellen Gewässerreinigung sieht Tobias Juchler bei seiner Methode mehrere Vorteile. Er muss nicht das gesamte Wasser aus dem Weiher pumpen und dann mit einem Bagger vom Ufer aus den Schlamm wegschaufeln. Denn das stresse und gefährde die Tiere sowie Fische, die im Weiher leben. Zudem walze der Bagger die Pflanzen und Gebüsche am Ufer platt. Die Firma Aquamarine hat ihren Sitz in Rümlang und beschäftigt 20 Mitarbeiter.

Aktuelle Nachrichten