Der Küchenumbau als Kraftakt

Ab Oktober wird die neue Grossküche im Kronenhof in Betrieb genommen. Dann verschwindet das provisorische Küchenzelt vom Vorplatz. «Wir sind froh, wenn der Hosenlupf vorbei ist», sagt Neutal-Direktor Anselm Töngi.

Gudrun Enders
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Das ist die neue Grossküche: Neutal-Direktor Anselm Töngi steht vor dem neuen Induktionsherd, der noch mit einer Plane abgedeckt ist. (Bild: Nana do Carmo)

Das ist die neue Grossküche: Neutal-Direktor Anselm Töngi steht vor dem neuen Induktionsherd, der noch mit einer Plane abgedeckt ist. (Bild: Nana do Carmo)

BERLINGEN. Der Endspurt naht. Die Küchencrew des Kronenhofs wird in der letzten Septemberwoche zügeln. Seit Februar kochen sie die rund 660 Mahlzeiten täglich in einem Provisorium, einem grossen Zelt, das auf dem Parkplatz vor dem Kronenhof steht. Keine einfache Übung beim diesjährigen extremen Wetter. Im Mai musste das Zelt noch beheizt werden. «Danach wurde es so heiss, dass wir es kühlen mussten», erinnert sich Neutal-Direktor Anselm Töngi. Er ist sich sicher, dass der letzte Umzug keinen grossen Übergang mehr darstellen wird. Denn es muss nur noch ein Teil des Zubehörs in die neue Grossküche geräumt werden. Ganz anders der Umzug ins Provisorium im Februar – damals mussten die Herde, Fritteusen oder auch das Fliessband gezügelt werden. Diese alten Geräte braucht es nun nicht mehr.

Alles neu in der Grossküche

Es ist alles neu in der Grossküche. Die Induktionsherde stehen schon, wenn auch noch unter Plastikplanen verborgen. Direktor Töngi öffnet den neuen Schockkühler, in dem Vorgekochtes sehr schnell abgekühlt wird. «So etwas hatten wir vorher nicht. Das eröffnet unserem Küchenteam neue Möglichkeiten.» In der neuen Grossküche ist nun alles ebenerdig eingerichtet, die Leitungen sind erneuert und die grossen Fliesen an den Wänden einfach sauber zu halten. Ein Putzraum gehört ebenso in den sanierten Komplex wie das Büro für den Küchenchef oder eine Kühlzelle für die Anlieferung. «Die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden», sagt Töngi. Die Küchenbezirke sind nun so angeordnet, dass effizienter gearbeitet werden kann, viele Wege kürzer sind oder wegfallen. «Die Mannschaft freut sich sehr auf die neue Küche», sagt Töngi. Auch die modernen Geräte sind kompakter, effizienter und leistungsfähiger. «Nun haben wir Raum gewonnen, den wir gut gebrauchen können.» Der Küchenumbau beschert Perlavita Neutal zusätzlich ein Sitzungszimmer und ein Büro. Zudem wird noch in der neuen Reha-Klinik weiter umgebaut. Röntgenraum, ärztliches Untersuchungszimmer und sogar ein Friseursalon werden eingerichtet. Kostenpunkt: eine halbe Million Franken.

2,7 Millionen investiert

Der Küchenumbau kam laut Töngi 200 000 Franken teurer als geplant, denn es mussten noch unvorhergesehene statische Probleme behoben werden. Insgesamt investierte Perlavita Neutal 2,7 Millionen Franken in die Küchensanierung. Wie lange soll die neue Grossküche halten? Töngi antwortet rasch: «Bis ich pensioniert werde.» Den nächsten Hosenlupf darf sein Nachfolger angehen.