Der kleine Mond darf bleiben

FRAUENFELD. Robert Zahnd zeigt dem Halbmond auf einem Frauenfelder Lüftungsrohr weiterhin die Zähne. Der Frauenfelder Stadtrat hat nichts gegen die Mondsichel.

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Lüftungsrohr mit Mondsichel. (Bild: Stefan Borkert)

Lüftungsrohr mit Mondsichel. (Bild: Stefan Borkert)

Don Quijote kämpfte einst gegen Windmühlen. Der Frauenfelder SVP-Gemeinderat Robert Zahnd hat einen kleinen blechernen Halbmond im Visier. Jahrelang fristete dieser ein unbehelligtes Leben auf dem Lüftungsrohr eines Gewerbegebäudes im Frauenfelder Industriegebiet. Dann, im verflixten siebten Jahr, entdeckte ihn Robert Zahnd. Und im Zuge der Minarett-Initiative erlangte der kleine Mond schweizweite Berühmtheit. Die Sichel des Anstosses ist etwa 10 Zentimeter gross und aus Stahlblech.

Der Kegel darunter hat einen maximalen Durchmesser von rund 40 Zentimetern.

Mit einer zweiten Einfachen Anfrage hat Zahnd das Thema nun wieder aufgewärmt. Der Stadtrat aber bleibt bei seiner Haltung, dass der Mond nicht weg muss. Zwar sei keine Baubewilligung erteilt worden, aber das sei auch nicht nötig. Kaminabdeckungen seien oft Gegenstand individueller Gestaltung.

Ein Freipass für künftige Dachverschönerungen könne aus der Beurteilung dieses Falls allerdings nicht abgeleitet werden, so der Stadtrat.

In dem Gebäude befindet sich ein Gebetsraum der islamischen Gemeinschaft. (bor)

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