Der Kanton Thurgau sagt dreimal Nein und einmal Ja

FRAUENFELD. Die Thurgauer Stimmberechtigten haben drei der vier eidgenössischen Abstimmungsvorlagen abgelehnt: die Stipendieninitiative, die Erbschaftssteuerreform und das Bundesgesetz über Radio und Fernsehen. Ganz knapp angenommen wurde die Präimplantationsdiagnostik.

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FRAUENFELD. Die Thurgauer Stimmberechtigten haben drei der vier eidgenössischen Abstimmungsvorlagen abgelehnt: die Stipendieninitiative, die Erbschaftssteuerreform und das Bundesgesetz über Radio und Fernsehen. Ganz knapp angenommen wurde die Präimplantationsdiagnostik. Diese Vorlage haben die Thurgauerinnen und Thurgau mit 33 154 Ja (50,4 Prozent) zu 32 680 Nein (49,6 Prozent) angenommen. Zum Vergleich: Schweizweit erhielt die Vorlage eine Zustimmung von knapp 62 Prozent.

Deutliche Resultate gab es im Thurgau bei den drei weiteren Vorlagen. Die Volksinitiative «Stipendien-Initiative» wurde mit 78,9 Prozent Nein- zu 21,1 Ja-Stimmen klar verworfen. Ebenso deutlich wurde die Volksinitiative «Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV» (Erbschaftssteuerreform) abgelehnt, nämlich mit 73 Prozent Nein- zu 27 Prozent Ja-Stimmen. Nein (54,5 Prozent) sagten die Stimmberechtigten im Thurgau schliesslich auch zur Änderung des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen (RTVG). Die Stimmbeteiligung betrug durchschnittlich 40,7 Prozent.

Die im Kanton Thurgau stimmberechtigten Auslandschweizer sagten Ja zum Radio- und Fernsehgesetz sowie zur Präimplantationsdiagnostik. Abgelehnt haben sie die beiden Volksinitiativen «Erbschaftssteuerreform» und «StipendienInitiative». (red.)