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«Der Jagdaufseher erhält Morddrohungen»

Moschusente Wie weit sich die Gesellschaft von der Natur entfernt habe, zeigt sich für Walter Schmid, Vizepräsident von Jagd Thurgau, in den Reaktionen nach dem Abschuss einer fremden Ente am Rosenthaler Weiher bei Münchwilen. Von Gesetzes wegen sei der Jagdaufseher verpflichtet gewesen, dort eine verwilderte Hausente aus dem Lebensraum der einheimischen Arten zu entfernen. Er schoss deshalb die sogenannte Moschusente. Eine Passantin, die das tote Tier schliesslich zu Gesicht bekam, konnte für den Abschuss jedoch gar kein Verständnis aufbringen. Ihre Empörung übertrug sich in die Leserkommentare von «20 Minuten online». «Der betroffene Jagdaufseher, der zwar richtig, aber etwas wenig sensibel gehandelt hat, erhält Morddrohungen und wird übelst beschimpft», weiss Schmid. Dieser Jäger werde nun auch auf sozialen Medien angefeindet und bekomme anonyme E-Mails und Briefe. Doch der Angefeindete habe lediglich einen klaren Auftrag nach Bundesgesetz erfüllt. «Sogar die Ehefrau und die Kinder, die ja wirklich nichts damit zu tun haben, werden darauf angesprochen», sagt Schmid weiter. Dass ein Angetrunkener, der in Jonschwil mit seinem Auto zeitgleich eine Frau zu Tode fährt, in der Bevölkerung aber weniger Empörung auslöse, zeige: «Der Stellenwert eines Menschen und einer Ente ist bei diesen Menschen verrutscht.» (sme)

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