Der Höhenflug geht weiter

Die Raiffeisenbank eröffnet im Hinterthurgau den Reigen der Halbjahresbilanzen. Die Genossenschaft konnte im ersten Semester ihre Bilanzsumme auf 1,1 Milliarden Franken steigern.

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Peter Bühler ist selten um einen Superlativ verlegen. So geizt der Direktor der Raiffeisengenossenschaft Aadorf auch in seiner gestern versandten Medienmitteilung zur Halbjahresbilanz seiner Bank nicht mit kraftvollen Ausdrücken.

Mit ihren drei Geschäftsstellen in Aadorf, Elgg und Wiesendangen konnte die Genossenschaft vergangenes Jahr erstmals in der Bilanzsumme die Milliardenmarke knacken, per 30. Juni belief sich diese Zahl bereits auf 1,1 Milliarden Franken. «Neue Massstäbe», schreibt Bühler hierzu.

Mit einem Wachstum von ­etwas über 4 Prozent konnte die Raiffeisenbank ihre Position im Hypothekargeschäft erfolgreich behaupten; netto sind das fast ­ 20 Millionen Franken plus auf der Ausleihungsseite. «Die Qualität unseres Portfolios ist ausgezeichnet», sagt Bühler und belegt seine Aussage mit dem Umstand, dass die Bank im laufenden Geschäftsjahr noch keine Abschreiber verzeichnen musste.

Zinsertrag steigt markant

Weiter sei das Zinsergebnis «aufgrund der nicht mehr exorbitant hohen Absicherungskosten» markant besser. Mussten in den Vorjahren noch siebenstellige Beträge dafür aufgewendet werden, kann man im neuen Jahr sogar ein Plus verbuchen. Somit ist der Brutto-Zinsertrag um 43 Prozent höher als ein Jahr zuvor «Das sind richtig tolle News, vorsichtig ausgedrückt», freut sich Peter Bühler. Das Wachstum der Kundengelder ist nach den hohen Zuwächsen in den Vorjahren mit einem Plus von knapp zehn ­Millionen Franken zwar abgeschwächt. «Die Minuszinsen der Nationalbank machen es nicht leicht, Kunden zu Einlagen auf faktisch nicht verzinsten Konti zu bewegen.» Dafür sei das Genossenschaftskapital weiter stark gewachsen – mit über 3,2 Millionen Franken zusätzlich gezeichneten Anteilscheinen ist der Anstieg gegenüber 2016 bei über 16 Prozent.

Und schliesslich habe auch der Ertrag aus Kommissionen und Dienstleistungen markant zugenommen: um 18,5 Prozent. «Der Fiskus kann sich auf markant höhere Steuereinnahmen freuen», schliesst Peter Bühler seinen Bericht. (red/kuo)