Der Frauenverein verabschiedet seine langjährige Präsidentin

AADORF. Man muss in der Beliebtheitsskala schon ganz weit oben stehen und auf einen einfallsreichen Vorstand zählen können, um mit einer aussergewöhnlichen Ehrbezeugung von seinen Kolleginnen verabschiedet zu werden.

Kurt Lichtensteiger
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Die Vorstandsfrauen des Gemeinnützigen Frauenvereines geben ihrer Jahresversammlung eine klassische Note. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Die Vorstandsfrauen des Gemeinnützigen Frauenvereines geben ihrer Jahresversammlung eine klassische Note. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

AADORF. Man muss in der Beliebtheitsskala schon ganz weit oben stehen und auf einen einfallsreichen Vorstand zählen können, um mit einer aussergewöhnlichen Ehrbezeugung von seinen Kolleginnen verabschiedet zu werden.

Diese Gunst wurde Rita Meier zuteil, die im Gemeinnützigen Frauenverein (GFA) nach 15 Jahren als «Präsidentin inter pares» zurückgetreten ist. Der Verein kommt nämlich ohne eigentliche Vorsitzende aus, denn die Arbeit wird seit Jahren auf acht Schultern verteilt.

«Time to say good-bye»

Dass dabei Rita Meier zu den treibenden Kräften gehörte, offenbarten die Vorstandsfrauen in Form eines originellen Sockenpuppen-Theaters. Eine Laudatio, die musikalisch das Leben und die Verdienste der Aadorferin um den Frauenverein widerspiegelte.

Die Evergreens «Time to say good-bye» und «I han ä Träne i de Auge» waren das untrügliche Zeichen des bedauerlichen Abschieds. Ein Schlussbouquet, das von grossem Einfallsreichtum und viel Frauenpower gespickt war und damit beste Unterhaltung bot. Dass sich unter dem Motto «Viva la musica» schon vorgängig die Musik wie ein roter Faden durch den ganzen Abend hingezogen hatte, entsprach dem Wunsche der Geehrten.

Nostalgie und Romantik

So überraschte es nicht, dass die Vorstandsfrauen mit Mozart-Perücken und weissen Manschetten aufwarteten und dadurch für eine nostalgische Note sorgten. Mit Liebe zum Detail waren im Kultursaal des Gemeindezentrums auch die Tische geschmückt, sinngemäss mit musikalischen Elementen. Im Schein von Kerzenlicht waren es dann wie alle Jahre die Männer, die sich als Servier- oder Küchenpersonal in den Dienst ihrer Gattinnen stellten.

In dieses besondere Ambiente passte der Auftritt des «Trios Flagrante», das mit schönen Klängen die Herzen des gut- gelaunten Publikums zu berühren vermochte. Ein Musikwettbewerb bot dazwischen Fragen zu angeregtem gedanklichem Austausch.