Der Film ist keine Scheibe

HÜTTLINGEN. Für einen Spielfilm braucht es 2,5 Kilometer Filmrolle. Dies und noch vieles mehr erfuhren die Primarschüler in Hüttlingen am Donnerstag anlässlich des Roadmovie-Anlasses.

Marion Wehrli
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Die Primarschüler in Hüttlingen schauen sich Filmstreifen genauer an. (Bild: Reto Martin)

Die Primarschüler in Hüttlingen schauen sich Filmstreifen genauer an. (Bild: Reto Martin)

«Wir versinken in der heutigen Zeit fast in der Bilderwelt», sagt Hansruedi Mächler, der Schulleiter der Schule Hüttlingen. «Umso wertvoller ist dieses Projekt, damit man den Kindern eine Chance gibt, sich auch mit den Inhalten von Filmen und den Apparaturen auseinanderzusetzen.»

Genau damit haben sich rund 70 Primarschüler aus den Gemeinden Hüttlingen und Felben-Wellhausen gestern nachmittag befasst. Dank des Roadmovie-Projekts (siehe Kasten) konnten sie einen Blick hinter die Kulissen der Kinowelt werfen.

Viele kennen nur DVD

Dabei erklärte ihnen die Organisatorin und Moderatorin Alva Hagner anhand von acht Kurzfilmen die Hintergründe, wie ein Film denn entsteht oder wie genau so ein Filmprojektor funktioniert. «Wir wollen den Kindern den richtigen Film zeigen», sagt Alva. «Denn viele kennen nur noch die DVD, haben aber noch nie eine Filmrolle gesehen. Das möchten wir ändern.» So zeigt das Roadmovie-Team den Kindern, wie eine Filmrolle aussieht und erklärt, dass es für einen Spielfilm, wie wir ihn kennen, ungefähr 2,5 Kilometer Rolle braucht. Das beeindruckt die Schüler sichtlich.

Gute Vorbereitung

Auf den Kinonachmittag haben sich die Kinder schon länger vorbereitet. Die 5. und 6. Klassen aus Hüttlingen haben beispielsweise das Thema Medien in der Schule behandelt und dazu selbst Kurzfilme gedreht. Die jüngeren Schüler haben die ganze Halle mit selbstgemalten Bildern geschmückt. Dort hängen jetzt Zeichnungen von James Bond, Nemo oder «Fast and the Furious». «Ich habe mich riesig gefreut, dass das Kino zu uns kommt», sagt Sechstklässlerin Cornelia. «Es ist sehr interessant, zu erfahren, was es alles braucht, damit so ein Film entstehen kann.» Und auch Mächler sagt, er sei froh, dass sie die Möglichkeit hatten, einen thematischen Nachmittag zu veranstalten.