Der Feind sitzt oft im Mund

DUSSNANG. Die Zahnärzte Beatrix und Uwe Bärenklau sprechen beim Kneippverein Dussnang über Störfelder, Fluoridieren und Fissurenversiegelungen. Sie stossen auf ein interessiertes Publikum.

Ruth Bossert
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Uwe und Beatrix Bärenklau referieren im Kirchgemeindehaus. (Bild: Ruth Bossert)

Uwe und Beatrix Bärenklau referieren im Kirchgemeindehaus. (Bild: Ruth Bossert)

Was haben Zähne mit unserer Gesundheit zu tun? Dass diese Frage auch die gut 50 Anwesenden im Kirchgemeindehaus Dussnang interessierte, erstaunte die beiden Zahnärzte Beatrix und Uwe Bärenklau am Dienstagabend nicht.

Noch heute schaue sich jeder Pferde- und Hundezüchter das Gebiss eines Tieres an, bevor er dem Handel zustimme. «Zähne sind ein Gradmesser für die Gesundheit und deshalb in der ganzheitlichen Medizin sehr wichtig», erklärten die beiden Zahnärzte, die neben ihrer klassisch-zahnärztlichen Tätigkeit sogenannte Herde und Störfelder mit der alternativmedizinischen Methode Dentalreflex behandeln.

Spezielle Drucktechnik

Chronische Erschöpfung, Herz- und Blasenbeschwerden und viele andere Leiden haben ihre Ursache im Mund, davon ist nicht nur Beatrix Bärenklau überzeugt, dies sei auch schulmedizinisch bestätigt. Es wäre hingegen zu einfach, jede Erkrankung im Mund zu suchen. Die beiden deutschen Zahnärzte, die seit zehn Jahren in der Schweiz leben und arbeiten, benutzen die Dentalreflex-Methode, um Herde und Störfelder im Mund zu orten und herauszufinden, ob die Beschwerden von diesen chronischen Entzündungen, welche abgekapselt vielleicht seit Jahren oder Monaten im Körper herumliegen, die Schmerzen verursachen. Rund 80 Prozent der eingekapselten, chronischen Entzündungsherde liegen im Zahn- und Kieferbereich, sagte Beatrix Bärenklau. Diagnostiziert werden diese Störfelder mit Hilfe einer speziellen Drucktechnik über die Fussreflexzonen. Diese Methode eigne sich sehr gut, da sie schnell und unabhängig vom Willen des Patienten erfolge, sich Reflexe immer gleich zeigen, und sich so die Störungspalette schnell eruieren lasse. Schmerzen im Bewegungsapparat seien einfacher zu orten als psychische Beschwerden. Mit der Lasertechnik können die Schmerzen kurzfristig behoben werden, effizienter sei es, mit der Zahnbehandlung den Störfeldern auf den Grund zu gehen.

Fluorid gab zu reden

Störfelder und Herde entstehen oft nach Wundheilungsstörungen nach Zahnentnahmen, bei toten Zähnen oder wenn Weisheitszähne im Knochen verbleiben. Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine kontroverse Diskussion betreffend der Abgabe von Fluoriden an Schulkinder. Während sich das Zahnärzteehepaar vehement gegen eine solche Abgabe stellt, waren Anwesende ganz anderer Meinung.