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Der Fasnacht droht das Aus

Der diesjährige Aadorfer Fasnachtsumzug war der fünfzigste. Finden sich nicht schnell neue Mitglieder, löst sich der Verein auf – und das das Jubiläum war gleichzeitig der letzte Anlass.
Kurt Lichtensteiger
Buntes Treiben an der Aadorfer Fasnacht. Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehören könnte. (Archivbild: Olaf Kühne)

Buntes Treiben an der Aadorfer Fasnacht. Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehören könnte. (Archivbild: Olaf Kühne)

AADORF. Sara von Siebenthal sieht in einem öffentlichen Aufruf den letzten Ausweg. Damit will die langjährige Präsidentin des Fasnachtsvereins Aadorf das Schlimmste abwenden: die Auflösung ihres Vereins. Dies hätte zur Folge, dass es in Aadorf künftig keinen Fasnachtsumzug mehr gäbe. Und dies ausgerechnet wenige Wochen nach dem glanzvollen Jubiläumsumzug – zum 50. Mal belebten dieses Jahr die Narren das Dorfzentrum.

Sieben sind zu wenig

«Einen 51. Fasnachtsumzug wird es nächstes Jahr bestimmt nicht geben, sofern nicht mindestens fünf Neumitglieder bis zum 10. April dem Verein beitreten», sagt die Präsidentin. «Auf die Generalversammlung vom 15. April haben nämlich fünf langjährige Mitglieder ihren Austritt angekündigt, dazu ein weiteres Mitglied auf nächstes Jahr.» Mit den verbleibenden nur gerade sieben Organisatoren sei eine weitere Durchführung des Anlasses schlicht unmöglich. «Wir bedauern den gefällten Entscheid, doch fusst dieser auf rationalen Überlegungen», beteuern Präsidentin Sara von Siebenthal und ihre designierte Nachfolgerin Michaela Künzli. «Die Hoffnung, dass sich das Blatt noch wendet, wollten wir aber nicht aufgeben.» Den Rettungsanker sehen sie nun in einem ultimativen Aufruf an die Bevölkerung. Sara von Siebenthal betont, dass die Rücktritte der Vorstandsmitglieder aus rein beruflichen, gesundheitlichen oder privaten Gründen erfolgt seien, keinesfalls wegen interner Querelen.

Aufwand bleibt überschaubar

Ganz im Gegenteil. Es herrschten innerhalb des Vereins vorbildliche Eintracht und konstruktive Zusammenarbeit, gepaart mit einem guten Teamgeist. Aufgrund dieser günstigen Ausgangslage sei es durchaus möglich, dass sich mehrere Interessenten bereit erklären, für die Sache einzustehen und ehrenamtlich in der Clique mitzuarbeiten. Mit sechs bis acht Sitzungen von Juli bis Januar, einer Schlussbesprechung und der üblichen GV sei der zeitliche Aufwand überschaubar. Als Entschädigung winke jährlich eine ein- bis zweitägige Reise und das Aufgehobensein in einer kameradschaftlichen Gruppe. Deshalb richte sich ihr Aufruf an willige Personen – möglichst aus Aadorf oder der nahen Umgebung –, die interessiert daran sind, dass das Totengrab nicht geschaufelt werden muss.

Interessierte melden sich bis 10. April bei Sara von Siebenthal unter saravon@bluewin.ch oder bei Michaela Künzli unter michaela63.mkn@gmail.com.

Die neue und die alte Präsidentin, Michaela Künzli und Sara von Siebenthal, starten einen letzten Versuch, die Fasnacht zu retten. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Die neue und die alte Präsidentin, Michaela Künzli und Sara von Siebenthal, starten einen letzten Versuch, die Fasnacht zu retten. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

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