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Der Fahrradverleih dümpelt

FRAUENFELD. Selbst im Hochsommer nutzen nur wenige die Leihvelos bei der Passage. Die Stadt wollte die Dienstleistung aufheben, der Betreiber «Publibike» hält aber vorerst daran fest. Winterthur dagegen hat dem Angebot den Stecker gezogen.
Lisa Epper
Nur wenige nutzen die «Publibike»-Station vor dem Einkaufszentrum «Passage». (Bild: Reto Martin)

Nur wenige nutzen die «Publibike»-Station vor dem Einkaufszentrum «Passage». (Bild: Reto Martin)

Wer am Einkaufszentrum Passage in Frauenfeld vorbeiläuft, dem fällt vielleicht die «Publibike»-Station auf, die vor drei Jahren in Betrieb genommen wurde. Auch in Winterthur steht eine dieser Stellen. Diese soll allerdings im April dieses Jahres geschlossen werden, da die Station nicht kostendeckend war (siehe Zweittext).

In der ganzen Schweiz wurden solche automatisierten Stellen eingerichtet, um der Bevölkerung Fahrräder vermieten zu können. «Publibike» ist ein Gemeinschaftsprojekt der SBB, Postauto Schweiz AG und des Velovermieters «Rent a bike». Schweizweit stehen den Nutzern an über 123 Stationen mehr als 1240 Velos und E-Bikes zur Verfügung. Die erste Station wurde versuchsweise im August 2011 in Luzern in Betrieb genommen.

Stadt wollte aussteigen

In Frauenfeld wird die Station allerdings wenig genutzt: Laut Angaben der Medienstelle Postauto Schweiz wurde die Dienstleistung 2014 nur 85mal genutzt. Laut dem Amt für Stadtentwicklung und Standortförderung hat die Stadt Frauenfeld den Vertrag für die Fahrradvermietung wegen zu seltener Benutzung letztes Jahr gekündet. «Die Betreiber halten aber an der Station fest und wollen diese weiter ausbauen und durch Werbung mehr potenzielle Kunden auf den Dienst aufmerksam machen», sagt Heinz Egli vom Amt für Stadtentwicklung und Standortförderung Frauenfeld. «Im Moment warten wir auf Verbesserungsvorschläge seitens der Betreiber, um das Angebot attraktiver zu machen. Die Stadt selbst unterstützt das Projekt allerdings nicht finanziell.»

Vernetzter Veloverleih

Offizielle Zahlen der Postauto Schweiz AG unterstreichen die geringe Nutzung des Angebotes: Im Juli 2014 wurde beispielsweise die «Publibike»-Stelle in Frauenfeld nur 19mal genutzt.

Vor allem in der Westschweiz erfreuen sich die automatisierten Stationen wachsender Beliebtheit. In Lausanne und Morges befindet sich das grösste Netzwerk aus 26 Stationen. Die Station «Lausanne Piccard» wurde am meisten genutzt: Alleine im Jahr 2014 wurden an dieser Stelle über 9000mal Fahrräder ausgeliehen. Laut Katharina Merkle von der Medienstelle Postauto Schweiz AG wird die Beliebtheit des Dienstes mit der Grösse der «Publibike»-Netzwerke in den jeweiligen Städten begründet: «Umso mehr Stellen für das Ausleihen und Zurückbringen der Fahrräder und E-Bikes zur Verfügung gestellt werden, desto öfter wird das Angebot genutzt.» Merkle sagt dazu weiter: «Ziel ist es, in den Städten und grossen Gemeinden Netze von Stationen aufzubauen. Erst so entfaltet das <Bikesharing> den vollen Nutzen für die Kunden.» So sind Kunden nicht an eine einzige Station gebunden, wenn sie deren Dienste nutzen wollen. Die Fahrräder können innerhalb eines Netzwerkes an der einen Station ausgeliehen und an einer anderen zurückgebracht werden.

Kein Netz, keine Nutzung?

Mit diesem Mangel an Stationen begründet die Medienstelle Postauto Schweiz AG die geringe Nutzung der Frauenfelder Publibike-Station: Bis jetzt gibt es in Frauenfeld nämlich erst eine Stelle. Laut Postauto Schweiz AG könnte die Nutzung der Station in Frauenfeld also steigen, falls das Netzwerk mit weiteren Stationen ausgebaut wird.

Wer sich das Angebot der «Publibike»-Stelle in Frauenfeld zu Nutze machen will, kann sich für ein jährliches Abonnement auf der «Publibike»-Webseite registrieren. Für Abonnenten ist die erste halbe Stunde kostenlos. Jede weitere Stunde kostet zwei Franken, für E-Bikes vier Franken. Für Kunden ohne ein Abonnement ist der Dienst ein wenig teurer: Die Fahrräder kosten drei Franken und die E-Bikes sechs Franken pro Stunde.

Weitere Informationen: www.publibike.ch

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