Der erste Anbau ist aufgerichtet

ERMATINGEN. Das schöne Wetter machte es möglich: Der südöstliche Anbau an das Primarschulhaus in Ermatingen steht. In den nächsten Tagen wird der zweite Anbau in Angriff genommen.

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In Ermatingen wird eifrig gebaut, es entsteht neuer Wohnraum. Mehr Einwohner lässt aber auch die Schülerzahlen steigen. «Wir rechnen aufgrund der vielen Kindergarteneintritte in den kommenden Jahren mit einer Steigerung bis zu 180 Kindern in der Primarschule», sagt Primarschulpräsidentin Barbara Dössegger. Zusätzlicher Raum wird benötigt. Heute werden die Erst- bis Sechstklässler in 7 Klassenzügen unterrichtet. Ab kommendem Schuljahr in 8 Klassenzügen. «Wir haben zwar neun grosse Schulzimmer für die zu erwartenden 180 Schüler.» Diese Schulzimmer würden aber teils anders genutzt, weil Gruppen- und Therapieräume fehlen, sagt die Schulpräsidentin.

Bereits 2009 hatte die Schulbehörde fünf einheimische Architekturbüros zu einem Ideenwettbewerb eingeladen. Die Jury entschied sich für eine Anbau-Lösung des Architekturbüros Dransfeld. An der Rechnungsgemeinde vor einem Jahr haben die Stimmberechtigten den Planungskredit für die Schulhauserweiterung in Höhe von 149 000 Franken bewilligt. Im November wurde der Baukredit über 2,035 Millionen Franken einstimmig genehmigt.

Sechs neue Zimmer

Das Baugesuch ist bewilligt, in den Sportferien wurde mit dem Bau begonnen. Das Projekt sieht zwei Anbauten an das bestehende Schulhaus vor. Links und rechts wird ein dreigeschossiger Bau mit je drei neuen Räumen angehängt, erklärt Projektleiter Florian Brune. Auf jedem Stockwerk entstehen so beidseitig je ein rund 50 Quadratmeter grosses Halbklassenzimmer. An das Schulhaus wird zudem ein Lift angebaut, um künftig den Ansprüchen einer behindertengerechten Schulanlage zu genügen. Sanitäre Anlagen sind in den Anbauten nicht vorgesehen.

Im Terminplan

Bis zum Schulanfang im Sommer sollen die Anbauten und die Anpassungen im bestehenden Schulhaus abgeschlossen sein. Mit der Holzkonstruktion könne man gegenüber einem Massivbau sehr viel Zeit einsparen, sagt Florian Brune.

Dank dem schönen und trockenen Wetter konnte bislang der ehrgeizige Zeitplan auch eingehalten werden. Auf den Tag genau feierte die Bauherrschaft am vergangenen Freitag die Aufrichte des südöstlichen Holzanbaus. Primarschulpräsidentin Barbara Dössegger und Architekt Peter Dransfeld bedankten sich bei den Handwerkern und bei Projektleiter Florian Brune für die gute und speditive Arbeit, die bis anhin geleistet wurde. Sofern es das Wetter zulässt, soll in den nächsten Tagen der zweite Anbauteil aufgestellt werden. Architekt Peter Dransfeld ist überzeugt, dass der Holzbau auch noch in 50 Jahren viel Freude bereiten und seinen Zweck erfüllen wird. (pd/het)

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