Der dritte Gachnanger Veloweg nach Frauenfeld

Die Gemeindeversammlung von Gachnang stimmte dem Agglo-Radweg nach einer intensiven Diskussion zu. Nach dem Frauenfelder Ja wollte man es nicht an der Solidarität fehlen lassen, auch wenn es bereits zwei Velowege nach Frauenfeld gibt.

Thomas Wunderlin
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Der Agglo-Radweg kommt voran. (Bild: Susann Basler)

Der Agglo-Radweg kommt voran. (Bild: Susann Basler)

Gachnang. Für Gachnanger Schüler gibt es bereits zwei Velowege zu den Sekundarschulzentren Auen und Reutenen in Frauenfeld. Einige Teilnehmer der Gemeindeversammlung am Donnerstagabend sahen nicht ein, weshalb es einen weiteren braucht. Die Versammlung genehmigte dennoch, wie gestern bereits kurz gemeldet, mit 48 Ja zu 39 Nein einen Kredit von 450 000 Franken für das Gachnanger Teilstück des Radwegs von Islikon nach Felben-Wellhausen entlang der SBB-Linie.

Nur im Messenriet neu

Die beiden bestehenden abgetrennten Velostreifen entlang der Hauptstrasse Islikon–Messenriet können verwendet werden. Neu gebaut werden muss nur im Messenriet. Wegen einer kürzlich neu gebauten Garage wird der Veloweg ein Stück weit über zwei bestehende Unterführungen auf der Nordseite des Bahndamms geführt.

«Es geht nicht in erster Linie um die Schüler», sagte Gemeindeammann Matthias Müller. Und: «Es führen viele Wege nach Frauenfeld.» Gemeinderat Fritz Stettler wies darauf hin, dass der Weg nicht erst in einigen Jahren gebaut werden könne, da das Trassee nicht gesichert werden könne. Man sehe nicht immer den Sinn einer Ausgabe; es gehe um eine Investition in die Zukunft. In der Einladung zur Gemeindeversammlung schrieb der Gemeinderat, autofreie Wege für Velofahrer und Fussgänger «zur Arbeit, zur Schule, zum Einkauf und in die Freizeit» bedeuteten Lebensqualität, die langfristig gesichert werden müsse.

Felben-Wellhausen will im Dezember über sein Teilstück entscheiden. Frauenfeld hat am 15. Mai mit 54,7 Prozent Ja zugestimmt. In Gachnang übernahmen Gegner Argumente aus dem Frauenfelder Abstimmungskampf. So wurde der Schweizerhofkreisel als zu gefährlich bezeichnet. Auch wurde verlangt, es sei abzuwarten, bis in Frauenfeld die Linienführung geklärt sei. Der Gemeindeammann sicherte zu, Gachnang baue nicht, wenn der Anschluss nicht gewährleistet sei.

Insel in Hauptstrasse

Eine Stimmbürgerin wollte wissen, ob eine Unterführung gebaut werde, um vor dem Messenriet die Hauptstrasse zu queren. Wahrscheinlich werde es in der Strassenmitte eine Verkehrsinsel mit Wartestrecke geben, sagte Müller. Befürworter wiesen darauf hin, dass nun etwas für den Langsamverkehr getan werde. Ein Gachnanger Nein wäre «ein schlechtes Zeichen an die Agglomeration», nachdem Frauenfeld zugestimmt habe, sagte ein Bürger, womit er wohl die Meinung der Mehrheit in der Mehrzweckhalle Gachnang traf.

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