Der Bus hält vor der Spitaltür

Der Rohbau der Tiefgarage des Kantonsspitals Frauenfeld ist fast fertig. Jetzt wird der neue Südeingang gebaut, dort kommt ab Dezember auch die Bushaltestelle hin. Der Bauablauf muss wegen der Patienten auf die Minute geplant sein.

Katrin Zürcher
Merken
Drucken
Teilen
Spitaldirektor Norbert Vetterli und Architekt Thomas Blöchliger vor dem Südeingang des Spitals. Hier hält ab Dezember der Stadtbus. (Bild: Katrin Zürcher)

Spitaldirektor Norbert Vetterli und Architekt Thomas Blöchliger vor dem Südeingang des Spitals. Hier hält ab Dezember der Stadtbus. (Bild: Katrin Zürcher)

FRAUENFELD. Spitaldirektor Norbert Vetterli ist zufrieden. Der Rohbau der neuen Tiefgarage des Kantonsspitals ist fast fertig; im April wird er mit der Deckenplatte abgeschlossen. 423 bewirtschaftete Parkplätze werden ab Dezember bereitstehen, für Patienten, Besucher und Angestellte. Rund 1200 Mitarbeitende – 760 Vollzeitstellen – zählt das Kantonsspital Frauenfeld; ein Drittel von ihnen wohnt in Frauenfeld. Viele sind auf das Auto angewiesen, da im Spital in drei Schichten rund um die Uhr gearbeitet wird.

Auf den östlichen Teil der Garage wird jetzt das neue Betriebsgebäude für den Rettungsdienst gebaut, das übrige Dach wird parkähnlich bepflanzt. Norbert Vetterli lobt die seriöse Planung und speditive Arbeit der am Bau beteiligten Unternehmer und Behörden. «Dank des milden Winters konnte seit dem Spatenstich im August durchgehend und zum Glück unfallfrei gearbeitet werden.»

Bettenhaus ab 2016 im Bau

Die neue Parkgarage ist eine wichtige Vorbedingung für den Ersatzbau des Spitals, der auf den jetzigen Parkplatz Nord zu stehen kommt. Doch bis dahin sind noch einige Etappen erforderlich; Norbert Vetterli rechnet damit, dass die Bauarbeiten für das neue Bettenhaus erst Anfang 2016 beginnen.

Zuerst ist der neue Haupteingang im Süden an der Reihe. Dafür mussten einige Bäume gefällt werden, die später ersetzt werden sollen. In den vergangenen Tagen wurde ein gedeckter, provisorischer Zugang erstellt, der von der Bushaltestelle bis zum Südeingang führt. Die aktuelle Bushaltestelle ist noch bis zum Fahrplanwechsel im Dezember in Betrieb, danach hält der Stadtbus direkt vor dem Südeingang; die Haltestelle wird überdacht. Die Buszufahrt und die Vorfahrtschlaufe für Taxis, gehbehinderte Personen und Schwangere werden ab Montag gebaut.

Ein neues Gartenrestaurant

Ein paar weissgekleidete Spitalangestellte sitzen beim Südeingang an einem kleinen Tischchen in der Sonne. Für die übrigen Tische, die sonst während der warmen Jahreszeit zum Kaffeetrinken im Freien einladen, gibt es im Moment keinen Platz. Eine der zahlreichen Tafeln, die zurzeit im und ums Spital über die Bauarbeiten informieren, kündet ein neues Gartenrestaurant für Mitte Mai an. «Eine Nutzungseinschränkung des Aussenraums lässt sich im Moment leider nicht verhindern», sagt Architekt Thomas Blöchliger. Als grösste Herausforderung der gesamten Bauarbeiten nennt er die Planung. «Der Bauablauf muss minutiös geplant sein, denn der reibungslose Spitalbetrieb muss während der ganzen Bauzeit gewährleistet sein.»

Täglich werden rund 250 stationäre Patienten betreut. Bisher lief alles bestens: «Terminlich und kostenmässig sind wir gut im Fahrplan.» Insgesamt 22,4 Millionen Franken kosten die laufenden Bauarbeiten: die Tiefgarage, das Rettungsdienstbetriebsgebäude und der neue Haupteingang inklusive Bushaltestelle. Davon trägt die Spital Thurgau AG 16,1 und der Kanton Thurgau 6,3 Millionen Franken.

• KANTON THURGAU 35

Bei der neuen Tiefgarage des Kantonsspitals fehlt nur noch die Deckenplatte. (Bild: pd)

Bei der neuen Tiefgarage des Kantonsspitals fehlt nur noch die Deckenplatte. (Bild: pd)