Der Bodensee ist weniger tief als angenommen

RORSCHACH. Ein internationales Forscherteam hat in den vergangenen drei Jahren den Bodensee mit modernster Technik neu vermessen. Die Ergebnisse sind zum Teil überraschend.

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RORSCHACH. Ein internationales Forscherteam hat in den vergangenen drei Jahren den Bodensee mit modernster Technik neu vermessen. Die Ergebnisse sind zum Teil überraschend. «Die hohe Qualität und Stimmigkeit der Daten haben unsere Erwartungen weit übertroffen», sagt Projektkoordinator Martin Wessels vom Institut für Seenforschung in Langenargen. Vom detailgenauen 3D-Modell des Sees und der Ufer erwarten die Fachleute Erkenntnisse für den Gewässerschutz, den Natur- und Denkmalschutz, den Tourismus, den Gewässerunterhalt und die Gefahrenabwehr.

Die Auswertung der Daten brachte Überraschendes: So fanden die Forscher heraus, dass die tiefste Stelle nur 251 Meter ist und nicht 253,5 Meter, wie die letzte Messung aus dem Jahr 1990 ergeben hatte.

Zwischen Romanshorn und Güttingen stiess man auf bisher unbekannte runde Erhebungen im Seeboden von einem bis zwei Metern Höhe und bis zu 30 Metern Durchmesser. Man könne nur spekulieren, was dies sei, sagte Wessels. Die Anordnung in regelmässigen Abständen zeige, dass die Strukturen nicht natürlich, sondern künstlich entstanden seien. Taucharchäologen sollen die rätselhaften Erhebungen jetzt erforschen. (sda)