Der Beweis wurde gestohlen

AADORF. Der Aadorfer Charly Okle verletzte sich bei einem Velounfall. Ohne eigene Schuld. Der Rahmen war gebrochen. Seine Versicherung will nun das Velo sehen, doch es ist spurlos verschwunden.

Kurt Lichtensteiger
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Unfallopfer Charly Okle braucht sein kaputtes Fahrrad wieder. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Unfallopfer Charly Okle braucht sein kaputtes Fahrrad wieder. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Charly Okle hatte Pech. Als er am Mittwochmorgen des 12. Novembers vom Morgentalkreisel via Weiernstrasse nach Hause radelte, stürzte er jäh auf die Strasse. Unverschuldet, wie sich herausstellen sollte. Unmittelbar über dem Tretlager zerbrach der Velorahmen, was ihn zu Boden warf. Mit Schmerzen schleppte sich der Verunglückte nach Hause, nachdem er das Stahlross noch an einen Hydranten neben dem Haus «Erni» hingestellt hatte.

Knochenabriss am Becken

Seine Frau führte den Leidgeprüften unverzüglich ins Spital Frauenfeld, wo ein Knochenabriss am Becken diagnostiziert wurde, was einen Spitalaufenthalt bewirkte. Noch gleichentags wollte Ehefrau Beatrice das an der Unglücksstelle abgestellte Velo der Marke «Wheeler» mit einem Neuwert von 2500 Franken holen. Zu ihrer Überraschung war es verschwunden. Nicht weiter schlimm, dachten die Okles, doch sie täuschten sich. Für den Dieb mochte das Velo zwar höchstens als Ersatzteil-Lieferant interessant sein, nicht aber für dessen Besitzer. Er braucht zumindest den Rahmen als Beweismittel für die Versicherung und zur Schadenersatzforderung gegenüber der Herstellerfirma. So ist der Schrotthaufen plötzlich wertvoll geworden.

Erfolglose Suche

Nachfragen bei der Polizei, beim Werkhof und Recherchen in Mulden verliefen ergebnislos. Deswegen bittet der Geschädigte denjenigen, welcher das Unglücksvelo behändigt hat, um Rückgabe. «Ich bin der unbekannten Person nicht böse, sie konnte die Umstände kaum erahnen. Sie möge doch das Velo, auch wenn es nur der Rahmen ist, wieder an den Fundort zurückstellen», sagt Okle hoffnungsvoll.