Der Berufsstolz als Treibstoff

Ein grosser Tag für die jungen Frauen und Männer auf dem Arenenberg. Sie feierten ihren Lehrabschluss als Landwirt/in EFZ oder den Abschluss der bestandenen Attestausbildung Agrarpraktiker/in EBA.

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Strahlende Gesichter zum Abschluss der Ausbildung. (Bild: pd)

Strahlende Gesichter zum Abschluss der Ausbildung. (Bild: pd)

ARENENBERG. Bereits vor der eigentlichen Feier der Landwirte und Agrarpraktiker fuhren einige der angehenden Junglandwirte im Konvoi mit festlich geschmückten Traktoren an den Arenenberg und präsentierten Zuchttiere.

Einige Lehrabsolventen erschienen in der Tracht und verliehen der Feier damit eine besondere Note. Für die stimmige musikalische Umrahmung sorgte das Jodelduett Christine Tschanz und Ruth Wick, begleitet von Kurt Schweizer am Schwyzerörgeli.

Lernerfolge ernten

Lukas Maurer, Präsident der Berufsbildungskommission des Verbandes Thurgauer Landwirtschaft (VTL), begrüsste die Absolventen der Ausbildung Landwirt/-in EFZ und Agrarpraktiker sowie die zahlreich erschienenen Lehrmeister, Behördenvertreter, Lehrkräfte, Prüfungsexperten und Familienangehörigen. In seiner Ansprache hob er hervor, dass ihn das Traditionsbewusstsein der Absolventen sehr freue. Es zeige den Berufsstolz, der eigentliche «Treibstoff und Motor», der die Landwirtschaft voran bringe, und die Traktorenparade sei ein Ausdruck des Zusammenstehens.

«Sie dürfen zu Recht stolz auf das Erreichte sein. Nun sind Sie bereit, die Herausforderungen des Berufsalltags anzupacken. Ich freue mich, Sie als Berufskollegen zu bezeichnen und den Weg gemeinsam zu gehen.»

Seele baumeln lassen

Ruedi Huber hielt im Namen der Geschäftsleitung des BBZ Arenenberg eine kurze Ansprache und hob dabei auch die musikalische Darbietung des Jodelduetts hervor. Er betonte, dass solche Momente, in denen man die «Seele baumeln lassen kann», wichtig und wertvoll sind. Dies insbesondere in Anbetracht der herausfordernden Situation in der Landwirtschaft, welche von Einschränkungen und Auflagen geprägt ist.

Ruedi Huber brachte seine Betroffenheit über die Fälle von Botulismus auf zwei Thurgauer Landwirtschaftsbetrieben zum Ausdruck. Es sei beeindruckend, die Zeichen von Solidarität eines ganzen Dorfes mitzuerleben; für einen der beiden Betriebe wurde in der ersten Juliwoche gar eine Benefizveranstaltung durchgeführt. Der Helferwille wirke ansteckend, und mit dem Geld könne zumindest materieller Schaden gemindert werden.

Die Präsidentin des Regierungsrates, Monika Knill, überbrachte ihre Grussbotschaft. Sie verglich die Ausbildung und Vorbereitungen auf die Prüfungen mit den einzelnen Arbeitsschritten, die in Feld und Acker nötig sind, um die Ernte möglichst ertragreich einzubringen. (red.)