Denkmalschutz: Reihen pragmatisch geschlossen

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Hinweisinventar Seltenes passierte gestern im Grossen Rat: Obwohl nicht auf eine Gesetzesvorlage eingetreten wurde, die das Parlament selbst gewollt hatte, waren schliesslich alle zufrieden. Damit kann die Auseinandersetzung über die Frage der Behördenverbindlichkeit des Hinweisinventars der Denkmalpflege politisch adacta gelegt werden. Die vorberatende Kommission liess sich von dem überzeugen, was die Regierung schon immer gesagt hatte: Dass nämlich das Hinweisinventar nicht behördenverbindlich und deshalb auch keine Gesetzesänderung nötig sei. Stattdessen hat die Kantonsregierung die Sachlage auf Verordnungsstufe inhaltlich präzisiert. Das nicht nur zur vollen Zufriedenheit der Kommission, sondern nun auch des Parlaments. Dieses Vorgehen werde die gewünschte Klärung bringen, war sich der Rat von links bis rechts einig. Auch wurden der politische Pragmatismus im Thurgau und die Kultur der kurzen Wege gelobt. Baudirektorin Carmen Haag appellierte an die säumigen Gemeinden, ihre Schutzpläne voranzutreiben. (ck)