Den Senioren den Weg weisen

Tobel-Tägerschen erstellt ein Alterskonzept. Die Gemeinde plant ein Büchlein, in dem die Seniorenorganisationen und ein Leitfaden für den Übertritt ins Alterswohnen aufgeführt sind.

Philipp Haag
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Im Alterskonzept wird den Senioren aufgezeigt, an welche Organisation sie sich wenden können, wenn sie einsam sind. (Archivbild: Reto Martin)

Im Alterskonzept wird den Senioren aufgezeigt, an welche Organisation sie sich wenden können, wenn sie einsam sind. (Archivbild: Reto Martin)

Tobel-Tägerschen. «Leider haben wir die Erarbeitung eines Alterskonzeptes etwas auf die lange Bank geschoben», sagt Roland Kuttruff. «Nun müssen wir es anpacken.» Der Gemeindeammann von Tobel-Tägerschen sieht vor allem ein Manko: «Es bestehen bereits etliche Angebote in der Gemeinde und der Region für ältere Leute», sagt er, «doch viele kennen sie nicht oder wissen nicht, wie sie zu finden sind.» Sie hätten mit der Spitex zu tun, kennen den Dorfarzt. Dass sie sich auch an die Pro Senectute wenden könnten, sei ihnen aber nicht bekannt.

Kuttruff möchte darum einen Überblick schaffen über die Organisationen, Institutionen oder Vereine, die in der Altersarbeit tätig sind, und ihre Kontaktdaten aufführen. Er kann sich vorstellen, dies auf der Gemeinde-Homepage zu tun oder die Daten im Mitteilungsblatt zu publizieren.

Anlässe zusammenfassen

Für die Altersanlässe in der Region besteht bereits ein Papier.

Die Gemeinde hat die Veranstaltungen im letzten Jahr zusammengetragen, sie auf einem Papier festgehalten und dieses im Alterszentrum Sunnewies aufgelegt. Das soll auch weiterhin so gehandhabt werden. Den Gemeindeammann nimmt es aber auch wunder, an welchen Angeboten es in der Gemeinde mangelt. Herausfinden will er es mit einer Umfrage.

Die Senioren können ihre Wünsche und Anliegen einer Arbeitsgruppe (siehe Kasten) unterbreiten, damit das Angebot in der Gemeinde erweitert werden kann. Kuttruff schweben beispielsweise ein Handy- und ein PC-Kurs vor. «Die beiden Kurse können dann durchaus Oberstufenschüler durchführen.»

Bedarf an Alterswohnungen

Ein zweiter Punkt, der gemäss Kuttruff angegangen werden muss, sind Abklärungen zum Bedarf an Alterswohnungen in der Gemeinde.

Es bestehen zwar bereits altersgerechte Wohnungen, Kuttruff vermutet aber, dass die Nachfrage noch grösser ist. Mit einer Umfrage möchte er den genauen Bedarf abklären. Der Gemeindeammann möchte auch so etwas wie einen Leitfaden erstellen, an dem sich die Senioren orientieren können, wenn sie den Umzug vom Eigenheim in eine Alterswohnung oder ins betreute Wohnen planen. Schliesslich fasst die Arbeitsgruppe das Erarbeitete zusammen und hält es in einem Büchlein fest. Dieses wird dann an die Senioren in der Gemeinde abgegeben.

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