«Den Refrain habe ich vermasselt»

Der Diessenhofener Peter Brandenberger hat es geschafft: Der 38jährige Primarlehrer ist in der Casting-Sendung «The Voice of Switzerland» eine Runde weiter. Er sang eine Neuinterpretation des Liedes «Home» von Michael Bublé.

Nina Ladina Kurz
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Peter Brandenberger Thurgauer Kandidat bei «The Voice of Switzerland» (Bild: SRF/Ueli Christoffel)

Peter Brandenberger Thurgauer Kandidat bei «The Voice of Switzerland» (Bild: SRF/Ueli Christoffel)

Herr Brandenberger, Sie hatten am Samstag Ihren Auftritt bei «The Voice of Switzerland». Wie fühlt man sich als Fernsehstar?

Peter Brandenberger: Das bin ich doch gar nicht. Aber ich bin froh, ist die Katze endlich aus dem Sack. Die Aufzeichnungen der «Blind Auditions» waren im vergangenem November. Eine lange Zeit, während ich nicht über meinen Erfolg sprechen durfte.

Wie haben Sie sich die Sendung angeschaut?

Brandenberger: Zusammen mit meiner Familie. Wir sind zurzeit im Engadin in den Skiferien. Und gestern hatte ich noch Geburtstag – das hat gut gepasst.

Sind Sie zufrieden mit Ihrem Auftritt?

Brandenberger: Nicht ganz. Den Anfang des Liedes sowie den ersten Refrain habe ich ziemlich vermasselt. Vor allem beim Refrain traf ich die Töne gar nicht. Ich bin froh, hat sich Philipp Fankhauser gegen Ende doch noch für mich entschieden.

An was lag es?

Brandenberger: Ich war zu sehr mit dem Kopf dabei und zu wenig mit dem Herzen. Das muss ich beim nächsten Mal besser machen.

Wäre Philipp Fankhauser Ihre erste Wahl gewesen als Coach?

Brandenberger: Absolut. Ich denke wir haben einen ähnlichen Musikgeschmack und musizieren in einem ähnlichen Genre. Nach der Show gab es ein kurzes Meet and Greet mit ihm sowie meinem neuen Gesangslehrer. Wir verstehen uns gut.

Wie waren die Reaktionen auf Ihren Auftritt?

Brandenberger: Ein enger Familien- und Freundeskreis wusste bereits Bescheid. Aber ich bekam unzählige Nachrichten von Bekannten und ehemaligen Freunden wie beispielsweise ehemaligen Mitschülern. Einige waren überrascht, mich im Fernsehen zu sehen, andere gratulierten mir überschwenglich. Die Feedback waren durchwegs positiv.

Gab es keine Kritik?

Brandenberger: Es gab in den Social-Media-Foren einige User, die meine Stimme nicht mochten. Das ist aber okay. Privat singe ich mehrheitlich bluesige Songs. Diese Musik werden nicht alle kennen und mögen, vor allem nicht die Zuschauer unter 25 Jahren.

Sie sangen während der «Blind Audition» das Lied «Home» von Michael Bublé. Dieser Song dürfte den meisten Leuten aus dem Radio bekannt sein.

Brandenberger: Ich bin mir bewusst, dass dieses Sendeformat in erster Linie dem Mainstream gefallen muss. Den Song «Home» hatte ich im Vorfeld selbst vorgeschlagen. Die Produzenten der Sendung gaben mir die Möglichkeit, den Song von Michael Bublé neu zu interpretieren. Für mich war diese Songauswahl deshalb in Ordnung.

Dann werden wir von Ihnen nie ein Song von Katy Perry hören?

Brandenberger: Sicher nicht in einer eins zu eins Coverversion. Das wäre einfach nicht ich.

Welcher der Kandidaten oder Kandidatinnen aus der ersten Sendung ist für Sie die grösste Konkurrent?

Brandenberger: Grundsätzlich sind sie alle gute Sänger und somit Konkurrenten. Aus der ersten Sendung ist es aber vermutlich Shem Thomas. Er ist wie ich Singer/Songwriter und wird in der Songauswahl vermutlich ähnlich vorgehen wie ich. In den Battles müssen wir uns aber noch nicht messen – er ist im Team von Stefanie Heinzmann.

Wie geht es nun weiter?

Brandenberger: Ab dem 15. März laufen die Battles. Dann wird sich entscheiden, wer es von uns in die Live-Sendungen schafft.

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