Den Fischen das Leben verbessern

FRAUENFELD. Der Regierungsrat hat den kantonalen Sanierungsplanungen «Geschiebehaushalt» und «Fischwanderung» zugestimmt, teilt er in einer Mitteilung mit. Diese Planungen werden nun dem Bundesamt für Umwelt zugestellt, anschliessend werden die Sanierungsarbeiten in Angriff genommen.

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FRAUENFELD. Der Regierungsrat hat den kantonalen Sanierungsplanungen «Geschiebehaushalt» und «Fischwanderung» zugestimmt, teilt er in einer Mitteilung mit. Diese Planungen werden nun dem Bundesamt für Umwelt zugestellt, anschliessend werden die Sanierungsarbeiten in Angriff genommen. Für deren Realisierung wird eine Frist bis 2030 vorgegeben. Das Gewässerschutzgesetz verpflichtet die Kantone, den Geschiebehaushalt in Fliessgewässern zu reaktivieren, die negativen Auswirkungen von Schwall und Sunk unterhalb von Wasserkraftwerken zu mindern sowie die Fischwanderung an Wasserkraftwerken wieder herzustellen. Die Kantone planen die Massnahmen und legen den Zeitplan dafür fest.

Als Zielgewässer für die Sanierung wurden die Thur, die Sitter und die Murg definiert. Dabei gehe es um jene Abschnitte, die durch geschieberelevante Anlagen beeinflusst sind und im naturnahen Zustand eine hohe ökologische Bedeutung haben. Insgesamt wurden 47 Anlagen sowie rund 87 Kilometer Gewässerlänge identifiziert und beurteilt. Für sechs Kraftwerkanlagen, die eine wesentliche Beeinträchtigung verursachen, wurden Sanierungsmassnahmen definiert. Der Geschiebehaushalt lässt sich in der Regel durch bauliche Massnahmen verbessern. Von 47 untersuchten Wasserkraftwerken würden 29 Anlagen einen Sanierungsbedarf in Bezug auf den Fischabstieg und 23 Anlagen für den Fischaufstieg aufweisen. (red.)

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