Den Eschen geht es schlecht

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Diessenhofen 150 Bürgerinnen und Bürger fanden sich am Sonntagmorgen auf der Viehwiese ein, um am von der Bürgergemeinde Diessenhofen organisierten Waldumgang teilzunehmen. Bürgergemeindepräsident Urban Brütsch äusserte sich dabei im Allgemeinen positiv über den Zustand des Waldes. «Nach dem warmen und trockenen Frühjahr hatte man Angst, dass sich die Borkenkäfer wieder massenhaft vermehren könnten.» Die kühle und nasse Witterung der letzten Wochen lasse die Widerstandskraft der Bäume gegen den Schädling jedoch erstarken.

Sorgen bereitet Brütsch hingegen das Eschensterben, das nach wie vor weitergehe. Noch könne deren Holz genutzt werden, die Schädigung schreite aber voran. Einen Hoffnungsschimmer bieten die zehn bis 15 Prozent resistenten Bäume, die im Laufe vieler Jahre wieder für eine neue Eschengeneration sorgen werden, wie Brütsch sagte.

Im Hinblick auf die finanzielle Lage betonte er, dass die Holzpreise derart tief und die Personalkosten so hoch seien, dass sich die Waldbewirtschaftung ökonomisch kaum lohne. «Zum Glück besitzt die Bürgergemeinde noch den Campingplatz Läui und andere Liegenschaften, dass die Mischrechnung dann doch aufgeht.» (tb)

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