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Den Einwanderern geht es an den Kragen

Einsatz für die Artenvielfalt
Viola Stäheli
Daniel Schöpfer und zwei freiwillige Helfer sorgen dafür, dass sich die Goldrute nicht weiter ausbreiten kann. (Bild: Reto Martin)

Daniel Schöpfer und zwei freiwillige Helfer sorgen dafür, dass sich die Goldrute nicht weiter ausbreiten kann. (Bild: Reto Martin)

«Das Ausreissen ist anstrengend», sagt Daniel Schöpfer. Er arbeitet für das Amt für Hochbau und Stadtplanung, hat aber noch eine ganz besondere Zuständigkeit: Er ist dafür verantwortlich, im Naturschutzgebiet Allmend Frauenfeld die Neophyten zu bekämpfen. Neophyten sind invasive Pflanzen, die eingeführt wurden und nun die hiesige Flora und Fauna bedrohen.

Zu diesen Einwanderern gehört auch die Goldrute. Diese Pflanze wurde aus Nordamerika in die Schweiz eingeführt, da sie nicht nur eine schöne Zierde im Garten darstellt, sondern auch von Bienen geschätzt wird. Sie zeichnet sich durch einen einzelnen beblätterten Stängel mit einer gelben Blüte aus. Sie ist hübsch anzusehen, doch heute an diesem wolkenverhangenen Tag soll es ihr an den Kragen gehen.

Die Stadtkanzlei hatte einen Aufruf an Naturinteressierte gestartet, am Samstag gemeinsam den Kampf gegen die Goldrute aufzunehmen, die sich in der Allmend ausgebreitet hat. Dadurch soll die Artenvielfalt geschützt werden. Daniel Schöpfer ist der Leiter der Aktion: «Dieses Projekt wurde zum ersten Mal durchgeführt.» Vor einem Jahr hat die Pfadi die erste Vorarbeit geleistet: In einem festgelegten Abschnitt hinter dem Polygon haben sie Goldruten ausgerissen oder mit der Sense abgemäht.

«Möchte man diesen Neophyt ernsthaft bekämpfen, muss eine solche Säuberung zweimal im Jahr stattfinden», sagt Schöpfer. Für zwei Einsätze fehlt die Kapazität, die Stadt ist aber bemüht, sicherlich einen auf die Beine zu stellen. In diesem Jahr erfolgte das über einen Aufruf an Freiwillige, allerdings sind am Morgen nur sieben Helfer erschienen – und das sind zu wenig. «In Zukunft werden wir wohl versuchen in Zusammenarbeit mit Vereinen eine solche Aktion durchzuführen», sagt Schöpfer.

Jetzt hat er aber keine Zeit, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Die Arbeit ruft. Die Pflanze komplett aus der Erde zu ziehen braucht einiges an Fingerspitzengefühl. Doch die Helfer ackern sich Schritt um Schritt vorwärts, die Haufen wachsen, zurück bleibt eine leere Fläche. Einige Regentropfen fallen – darum sind alle froh: Dank der ausreichenden Bodenfeuchtigkeit lassen sich die Goldruten überhaupt mitsamt den Wurzeln ausreissen.

Viola Stäheli

viola.staeheli@thurgauerzeitung.ch

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