Demenzstrategie: Thurgau wartet ab

WEINFELDEN. Mit der Lebenserwartung steigt auch im Thurgau die Zahl demenzkranker Menschen. Trotzdem entwickelt der Kanton keine eigene Demenz-Strategie, sondern wartet auf den Bund. Dies hat der Grosse Rat am Mittwoch bei der Behandlung eines Vorstosses beschlossen.

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Die Betreuung demenzkranker Menschen stellt die Gesellschaft vor grosse Herausforderungen. (Bild: Fotolia)

Die Betreuung demenzkranker Menschen stellt die Gesellschaft vor grosse Herausforderungen. (Bild: Fotolia)

Momentan leben im Thurgau schätzungsweise 3000 Personen mit einer Demenz. Die Mehrheit werde von Angehörigen betreut. Doch dies könnte sich in Zukunft ändern, sagte Jürg Wiesli (GlP/Dozwil), der eine Interpellation zu diesem Thema eingereicht hatte.

Da mit zunehmendem Alter die Gefahr einer Demenz-Erkrankung steige, werde sich die Zahl Betroffener massiv erhöhen. Jede achte im Pensionsalter werde im Jahr 2050 betroffen sein. Die Kosten für die Betreuung könnten explodieren, sagte Wiesli.

Wiesli war einverstanden mit dem Vorschlag des Thurgauer Regierungsrates, die nationale Strategie abzuwarten. Die Interpellation wurde deshalb im Grossen Rat nicht diskutiert. (sda)

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