Dem Wind und der Konkurrenz die Stirn geboten

Die Frauenfelder Sportlerin des Jahres, Angelica Moser, holte sich vor kurzem an den U20-Europameisterschaften in Schweden den Titel im Stabhochsprung.

Viola Stäheli
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Angelica Moser (17) Leichtathletin und Frauenfelder Sportlerin des Jahres 2014/15 (Bild: pd)

Angelica Moser (17) Leichtathletin und Frauenfelder Sportlerin des Jahres 2014/15 (Bild: pd)

Haben Sie mit dem Sieg gerechnet?

Angelica Moser: Nein, ich war überrascht. Meine Konkurrenz war sehr stark und teilweise älter als ich. Ausserdem waren die Verhältnisse am Wettkampf schwierig. Es war kühl und windete stark.

Warum ist der Wind beim Stabhochsprung ein Problem?

Moser: Das ist deshalb ein Problem, weil es mit Wind schwierig ist, den Stab im Anlauf und Absprung gerade zu halten. Ich sprang aber trotzdem 4,35 Meter hoch. Die Zweitplazierte erreichte die Höhe von 4,20 Meter.

Gönnten Sie sich etwas nach Ihrem Erfolg?

Moser: Ja, ich hängte nach der Europameisterschaft eine Woche Ferien in Schweden an. Aber auch dort habe ich hin und wieder trainiert. Das Training ist für mich aber kein Müssen, sondern ein Dürfen.

Was sind Ihre nächsten Ziele?

Moser: Mein nächstes grosses Ziel sind die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016. Und natürlich auch die Juniorenweltmeisterschaften in Russland im nächsten Jahr. Im Moment trainiere ich zudem für drei weitere Turniere und die Schweizer Meisterschaften.

Was fasziniert Sie am Stabhochsprung?

Moser: Beim Stabhochsprung spielt vieles eine Rolle. So ist Kraft und Technik wichtig, aber auch turnerische Fähigkeiten. Das gefällt mir sehr. Ausserdem ist es ein tolles Gefühl, hoch zu fliegen. Ein schöner Nebeneffekt ist ausserdem das Reisen zu verschiedenen Wettkämpfen. So lernt man neue Länder und auch andere Athleten kennen.

Haben Sie an den Wettkämpfen einen Glücksbringer dabei?

Moser: Ja, einige sogar. Ich habe sie von meiner Familie und Freunden erhalten. Zum Beispiel reist zu jedem Wettkampf ein Stoffmarienkäfer mit. Den habe ich von meiner Grossmutter.