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Das Wiler Bähnli macht es vor

Billette der Frauenfeld-Wil-Bahn gibt es ab Ende Jahr auch ausserhalb des Verbundgebietes zu kaufen. Den Anstoss für diese Änderung gab ein Artikel in der Thurgauer Zeitung. Schweizweit ist das aber eine Ausnahme.
Halt am Bahnhof Frauenfeld: Durch ihre rot-weisse Farbe fällt die Frauenfeld-Wil-Bahn sofort auf. (Bild: Nana do Carmo)

Halt am Bahnhof Frauenfeld: Durch ihre rot-weisse Farbe fällt die Frauenfeld-Wil-Bahn sofort auf. (Bild: Nana do Carmo)

Der Ärger von Hansrudolf Bitterli verpufft nicht ungehört. Der Elektrotechniker aus Winterthur hatte sich darüber geärgert, dass er am SBB-Schalter in Winterthur kein Anschluss-Billett für die Strecke von Frauenfeld nach Wängi kaufen konnte (die TZ berichtete). Um nach Wängi zu kommen, musste er in Frauenfeld aussteigen und hier ein Ticket lösen. Eine Herausforderung, denn zum Umsteigen hat Bitterli gerade mal drei Minuten Zeit.

Wenig kundenfreundlich

Dass dies nicht gerade kundenfreundlich ist, sieht man auch bei der Frauenfeld-Wil-Bahn. Denn dort, wo der Ostwind-Tarifverbund nicht gilt, werden auch keine Fahrkarten für interne Strecken der Frauenfeld-Wil-Bahn und der Appenzeller Bahnen verkauft. Dies sei bei der Einführung des Tarifverbundes vom Bundesamt für Verkehr so gewünscht worden, erklärt Simone Agosti, Leiterin Marketing und Verkauf bei der Frauenfeld-Wil-Bahn.

Denn die Appenzeller Bahnen und die Frauenfeld-Wil-Bahn sind eigenständige Transportunternehmen. Die Frauenfeld-Wil-Bahn zum Beispiel ist eine Aktiengesellschaft und gilt als privates Unternehmen, obwohl Bund, Kantone und Gemeinden die Mehrheit der Aktien besitzen.

«Wir haben intern abgeklärt, was möglich ist», sagt Alexander Liniger, Mediensprecher bei der Frauenfeld-Wil-Bahn. Daraufhin habe man zusammen mit anderen Transportunternehmen des Tarifverbundes einen Antrag beim Verband öffentlicher Verkehr gestellt. Mit Erfolg: Ab Fahrplanwechsel (9. Dezember 2012) können auch an den SBB-Bahnhöfen ausserhalb des Tarifverbundes ohne Einschränkung Tickets für die Strecken der Frauenfeld-Wil-Bahn und der Appenzeller Bahn verkauft werden.

Das grundsätzliche Problem ist damit aber nicht gelöst. Ein TZ-Leser wollte einen 9-Uhr-Pass für den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) am Bahnhof Frauenfeld lösen, als Anschluss-Ticket zu seiner SBB-Fahrkarte von Frauenfeld nach Winterthur. Doch das war weder am Automaten noch am Schalter möglich.

«Grundsätzlich werden Tickets für den Zürcher Verkehrsverbund nur innerhalb des ZVV-Gebiets verkauft», sagt Anna Vollmer, Mediensprecherin beim ZVV. Es gebe aber Ausnahmen, wie etwa der Bahnhof Zug. «Darüber entscheiden die SBB», sagt Anna Vollmer.

Aufwand wäre zu gross

Daniele Pallecchi ist Mediensprecher der SBB. Er bestätigt, dass die SBB keine Tarifverbundsangebote ausserhalb des jeweiligen Verbundgebiets verkaufen. Der Aufwand dafür stünde in keinem Verhältnis zum Nutzen. Immerhin gebe es 20 verschiedene Tarifverbunde in der Schweiz. Würden deren Billette im ganzen Land verkauft, dann müssten die Mitarbeiter an den Schaltern über sämtliche Spezialitäten Bescheid wissen und entsprechend geschult werden. Ausserdem gebe es eine vertragliche Verpflichtung der Transportunternehmen, dass innerhalb eines Verbundes nur die Verbund-Tickets verkauft würden.

Pallecchis Tip: «Über Internet und Smartphone sind die Angebote aller Tarifverbunde erhältlich.» (san.)

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