Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Das Wiedererwachen der Pnos in der Ostschweiz

Die Partei National Orientierter Schweizer feiert am Samstag die Gründung ihrer fünf Ostschweizer Sektionen. Die Partei zählt in der Ostschweiz ein paar Dutzend Mitglieder – aktiv waren sie bereits verschiedentlich.
Regula Weik
Flugblattaktion der Pnos Ostschweiz in Frauenfeld. (Bild: Pnos)

Flugblattaktion der Pnos Ostschweiz in Frauenfeld. (Bild: Pnos)

400 Mitglieder zählt die Pnos derzeit schweizweit. Auf die Frage nach deren Mitgliederzahl in der Ostschweiz antwortet Pnos-Präsident Dominic Lüthard: «In der Ostschweiz dürften ungefähr 60 Mitglieder zu Hause sein.» Die Partei führt auf ihrer Homepage elf Sektionen, davon fünf in der Ostschweiz – Appenzell, Glarus, Schaffhausen, St. Gallen und Thurgau.

«Im ländlich, konservativen Teil unseres Kantons spürt man eine immer grösser werdende Akzeptanz und Solidarität mit unserer Politik», schreibt die St. Galler Sektion. Und weiter: «Solange auch nur ein einziger St. Galler noch aufrecht geht und sich nicht knechten lässt, ist unser politischer Kampf nicht umsonst.» Sie böten dem «noch nicht der Multikultipropaganda zum Opfer gefallenen Teil unseres Volkes eine gesunde Alternative». In der Vergangenheit sind Exponenten der Pnos immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt geraten, mehrere wurden wegen Rassendiskriminierung verurteilt.

In St. Gallen und Graubünden hatte die Pnos bereits einmal Sektionen unterhalten, die jedoch wieder aufgelöst wurden. Anfang Jahr nun unternahm die Partei einen neuen Anlauf und gründete die Pnos Ostschweiz. Ihr damaliger Chef: Robin Keller. Der 20-Jährige, der sich verächtlich über Flüchtlinge äusserte, machte dennoch Karriere bei der Armee, wie die «SonntagsZeitung» bekannt machte. Keller wurde Anfang Juli zum Leutnant befördert. «Seit Anfang Jahr gab es Mitglieder, die unsere Partei aus diversen Gründen wieder verliessen. Dazu gehörte im Mai auch unser ehemaliger Präsident Robin Keller», schreibt die Pnos. Und weiter: «Traurig genug, dass unsere Medien sofort gegen patriotisch eingestellte Menschen in der Armee hetzen müssen.»

«So etwas gehört nicht zu unserer Kultur»

Die Schweiz dürfe nicht weiter «islamisiert» werden – und so agierte die Pnos in den vergangenen Monaten in Frauenfeld mit Flugblattaktionen gegen eine geplante Moschee. Ähnlich ihre Aktion in Rapperswil-Jona, wo sie die Stadt mit Anti-Flüchtling-Plakaten «dekorierte». Die Plakatbestellungen – «von überall her bis hin zum Wallis» – zeigten, dass «mittlerweile viele Leute in der Schweiz so denken». Im April hatte sie zu einem Gedenkmarsch zur Schlacht von Näfels aufgerufen; gut 40 «aufrechte Eidgenossen» folgten der Einladung. Erst kürzlich reagierte sie auf den Halbmond des Künstlers Christian Meier auf dem Gipfel der Freiheit im Alpstein. Ihre Haltung ist klar: «So etwas gehört nicht zu unserer Kultur.» Die Pnos hoffte denn auch auf ein striktes Durchgreifen der Behörden, falls das «abscheuliche» Kunstwerk nicht verschwinden sollte.

«Es ist schade, dass viele Menschen, die nicht unserer Meinung sind, uns mit Anzeigen und dergleichen einzuschüchtern versuchen», hält die Pnos fest. Und auch Präsident Lüthard meint mit Blick auf das geplante Fest: «Die Feier wird in seriösem Rahmen abgehalten. Wir erwarten eine würdige Feier ohne Probleme. Es gibt keinen Grund, die Feier von staatlicher Seite her zu torpedieren.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.