«Das Urteil überlasse ich anderen»

WÄNGI. Der Wängemer Gemeindeammann Benno Storchenegger tritt nach zwölf Amtsjahren ab. In dieser Zeit hat sich in Wängi einiges getan. Nicht nur das Ortsbild, sondern auch die Trinkwasserversorgung hat sich weiterentwickelt.

Lisa Epper
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Der abtretende Gemeindeammann Benno Storchenegger gratuliert seinem Nachfolger Thomas Goldinger. Der Wängemer Gemeindeschreiber wurde am 8. März zum Gemeindeammann gewählt. (Bild: Olaf Kühne)

Der abtretende Gemeindeammann Benno Storchenegger gratuliert seinem Nachfolger Thomas Goldinger. Der Wängemer Gemeindeschreiber wurde am 8. März zum Gemeindeammann gewählt. (Bild: Olaf Kühne)

Herr Storchenegger, welches sind die Herausforderungen beim Amt des Gemeindeammanns?

Benno Storchenegger: Zunehmend rücken die persönlichen Erwartungen vieler Bürgerinnen und Bürger in den Vordergrund. Damit kann es immer anspruchsvoller werden, das Gemeinwohl auf diesem hohen Niveau zu halten und zu fördern.

Wie kam es dazu, dass Sie sich vor zwölf Jahren für das Amt zur Wahl gestellt haben?

Storchenegger: Die Frage nach der Nachfolge stellte sich, als mein Vorgänger Kurt Neff zurücktrat. Damals war ich seit sieben Jahren Mitglied des Gemeinderates. Deshalb kannte ich auch den Betrieb und die Abläufe innerhalb der Gemeinde und habe mich dann entschlossen, für das Amt des Gemeindeammanns zu kandidieren.

Inwiefern hat sich Wängi aus Ihrer Sicht in den letzten zwölf Jahren verändert?

Storchenegger: In dieser Zeit ist die Bevölkerung um rund elf Prozent gewachsen. Dies brachte unter anderem eine rege Bautätigkeit mit sich, wodurch sich das Ortsbild natürlich verändert hat. Der Ausbau der erforderlichen öffentlichen Infrastrukturen konnte jedoch gut verkraftet werden. Zusammenfassend kann ich sagen, dass Wängi zumal stadtnah, aber trotzdem im Grünen liegt.

Welche Erfolge konnten Sie in diesen zwölf Jahren verzeichnen?

Storchenegger: Mein Hauptziel war vor allem, meinen Beitrag zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Gemeinde zu leisten. In diesem Sinne geht es mir nicht um die Auflistung von Erfolgen. Diese Beurteilung überlasse ich anderen. Immerhin darf – aus meiner persönlichen Sicht –als erfreuliche Entwicklung der Bau des Zentrumkreisels mit der Neugestaltung der näheren Umgebung genannt werden. Damit meine ich die Umstrukturierung des Dorfplatzes und Murg-Ufers sowie die Schaffung eines Parkplatzangebots im Zentrum von Wängi. Gegenüber früher präsentiert sich das Zentrum seither um einiges ansprechender.

Welche Projekte waren für Sie besonders von Bedeutung?

Storchenegger: Die Realisierung unseres neuen Grundwasserpumpwerkes Schür war mir persönlich besonders wichtig. Eigenes Trinkwasser ist ein wertvolles Gut, dem wir Sorge zu tragen haben!

Welche Pläne haben Sie sich nach der Abgabe Ihres Amtes vorgenommen?

Storchenegger: Vorerst werde ich meine freie Zeit nutzen, ganz im Sinne von «Carpe diem».