Das tun wir zu Martini

Der Martinstag, der 11. November, ist ein kirchlicher Festtag. Er wird zu Ehren des Heiligen Martins von Tours abgehalten. Dieser wurde an einem 11. November beerdigt.

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Der Martinstag, der 11. November, ist ein kirchlicher Festtag. Er wird zu Ehren des Heiligen Martins von Tours abgehalten. Dieser wurde an einem 11. November beerdigt.

Ursprung vieler Bräuche

«Für den Martinstag, oder Martini, gibt es zahlreiche Bräuche», sagt Konrad Kuhn vom Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Basel. «Am wichtigsten in der Schweiz sind die Umzüge mit den Räbeliechtli.» Daneben gebe es viele Herbstmärkte wie beispielsweise das Martinimahl der Zürcher Zünfte, die Herbstmesse in Basel oder der Berner Zibelemärit. «All diese hängen mit dem traditionellen Termin 11. 11. zusammen», sagt Kuhn. «An dem Tag wechselten die bäuerlichen Angestellten, die Mägde und Knechte, ihre Stellung. Herrscher forderten zudem ihre Steuern von den Bauern in Form von Naturalien ein.»

Überfluss an Waren

«Die Bräuche orientieren sich alle am landwirtschaftlichen Jahreslauf. Denn im Herbst endet die Erntezeit, und es herrscht ein Überfluss an Waren», sagt Kuhn. Diese werden verkauft, darunter auch die Gänse. Die habe man damals nicht durch den Winter gefüttert, sondern geschlachtet. «Daher auch, verknüpft mit der Legende, die Tradition von der Martinigans», sagt Kuhn.