Das Tenue der Musik angepasst

Der Musikverein Alpenrösli lockte über 300 Besucher an die «Domino Night» in Wängi. Die Musikanten zeigten sich in Musik und Kleidung wandelbar.

Rudolf Steiner
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Generationenduett: Grossvater Felix und Enkel Marco Kressig. (Bild: Rudolf Steiner)

Generationenduett: Grossvater Felix und Enkel Marco Kressig. (Bild: Rudolf Steiner)

Wängi. Stein an Stein und Musikstück an Musikstück reihten die vier Dutzend Musikanten und Musikantinnen des Musikvereins Alpenrösli Wängi an der Abendunterhaltung «Domino Night» am Samstagabend in der Dammbühlhalle in Wängi. Dass sie mit ihrem Programm den Geschmack des Publikums getroffen hatten, bewies der Aufmarsch von mehr als 300 Besuchern, die die mit Zyklamen und Rhododendren geschmückte Halle fast bis auf den letzten Platz füllten.

Ein rassiger Auftakt

Urchig und bodenständig wie der Vereinsname war der Auftakt zum Unterhaltungsabend des Wängener Musikvereins Alperösli, denn der Abend wurde mit dem Bundesrat-Gnägi-Marsch rassig und beschwingt eröffnet. Einen Stein an den andern wie beim Dominospiel wollten sie an diesem Unterhaltungsabend aneinander- reihen, sagte Präsident Niklaus Konrad zu Beginn. Aber schon beim zweiten Stück, dem «Jazz Waltz No. 1» war die Gemeinsamkeit nur noch bei den beiden alpenländischen Komponisten zu finden.

Richtiggehend zelebrierten der 76jährige Felix Kressig und sein 18jähriger Enkel Marco den Tenuewechsel, als die beiden Klarinettisten die lüpfige Polka «Zwee grossi Appezöller» in der Original Appenzeller Tracht spielten.

Der Nachwuchs begeisterte

Beim Auftakt zum zweiten Teil erhielten acht Musikschüler und -schülerinnen, verstärkt durch neun U20-Jungmusikanten, die Gelegenheit, zu zeigen, was sie bereits gelernt hatten.

Das Publikum war von der Zugabe «Blanket on the Ground» so begeistert, dass sie den Erfolgshit aus den 70ern gleich zweimal spielen mussten. Aber auch weitere Stücke wie «Little Cowboy» – Dirigent Ernst Baumann stand mit breitkrempigem Cowboyhut auf dem Podest – wurden begeistert applaudiert. Möglicherweise galt der Applaus aber auch Klarinettist Marco Kressig, der das letzte Stück im Original-Schottenkilt spielte.