Das Reka-Dorf kann kommen

Das dritte Umsetzungsprogramm der neuen Regionalpolitik ist reif für die Unterschrift. Enthalten sind auch 7 Millionen Franken für ein Reka-Feriendorf.

Christian Kamm
Drucken
Teilen
Marcel Räpple Leiter Wirtschaftsförderung (Bild: Reto Martin)

Marcel Räpple Leiter Wirtschaftsförderung (Bild: Reto Martin)

FRAUENFELD. Noch ist offen, ob der Thurgau überhaupt in die Kränze kommt. Zwar bewerben sich Kreuzlingen und Altnau als Standorte für ein neues Reka-Feriendorf. Doch der Entscheid steht weiter aus, bestätigt Marcel Räpple, Leiter der Thurgauer Wirtschaftsförderung. Das Interesse der Reka an einem Feriendorf am Bodensee sei aber nach wie vor vorhanden, so Räpple, «die Chancen der Bewerber aus dem Thurgau sind intakt». Falls Kreuzlingen oder Altnau den Zuschlag erhielten, ist der Rahmen nun abgesteckt: Kanton und Bund würden sich mit einem zinslosen Darlehen von je 3,5 Millionen Franken engagieren.

Auf vier Jahre ausgelegt

Dieses Reka-Darlehen ist Bestandteil des neuen, wiederum auf vier Jahre ausgelegten kantonalen Programms der NRP (Neue Regionalpolitik), das der Thurgau mit dem Bund ausgehandelt hat. Für die Umsetzung des Programms beteiligt sich der Bund für die Jahre 2016–2019 mit 3,3 Millionen Franken, der Kanton zahlt 3,2. Ziel der NRP ist es, die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Regionen zu stärken, um Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten. Auch sollen regionale Unterschiede abgebaut werden.

In der neuesten und insgesamt dritten Vereinbarung mit dem Bund wurden laut einer Medienmitteilung des Kantons erneut verschiedene Vertragsziele vereinbart. So sollen die Innovationskraft der Thurgauer Wirtschaft gestärkt sowie ihre Rahmenbedingungen optimiert werden. Auch die Tourismusdestination Thurgau-Bodensee soll profitieren: mit der Verbesserung bestehender Produkte und der Realisierung von touristischen Leuchtturmprojekten. Man verteile das Geld nicht mit der Giesskanne, erläutert Räpple, «sondern will gezielte Impulse für eine längerfristige Entwicklung setzen». Dazu gehört schliesslich auch, die Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung der hiesigen Beherbergungsbranche zu erhöhen.

Weniger als geplant

Auffallend ist: Eigentlich wollte sich der Kanton mit 5 Millionen Franken bei der NRP engagieren, nun sind es fast 2 Millionen weniger. Das liege im Mechanismus begründet, sagt Räpple. Der Bund definiere einen Maximalbetrag, die Kantone reichten ihre Programme ein. «Zusammengenommen ergaben sie das Anderthalbfache des Maximums.» Ergo musste auch beim Thurgauer Konzept gekürzt werden. Die Wirkung der NRP-Programme wird evaluiert: Zum einen mit sogenannten Erfüllungspunkten in der Vereinbarung, zum andern wird ein Zwischencontrolling erstellt und ein Schlussbericht verfasst.

Aktuelle Nachrichten