Das Programm wird jünger

Die mehr als 60 Fahrzeuge von «Clowns & Kalorien» sind nun aus Wagenhausen verschwunden. Ab heute wird in Neuhausen geprobt – unter anderem im roten Smoking samt kurzer Hosen.

Gudrun Enders
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Auf Wiedersehen: Frithjof und Marion Gasser steigen in ihren Oldtimer, um das Winterlager zu verlassen. (Bild: Gudrun Enders)

Auf Wiedersehen: Frithjof und Marion Gasser steigen in ihren Oldtimer, um das Winterlager zu verlassen. (Bild: Gudrun Enders)

WAGENHAUSEN. Marion Gasser nutzte die Winterpause. «Ich habe mir mindestens 20 Broadway-Shows in New York angeschaut.» Ihre Eindrücke fliessen in das aktuelle Programm von «Clowns & Kalorien» ein. Vor allem beim Bühnenaufbau hat sich Marion Gasser von den Amerikanern inspirieren lassen, die sie als mutig empfindet.

Fürs Finale werden deshalb die Artisten für «Clowns & Kalorien» innerhalb von 20 Sekunden ein Bühnenbild herbeizaubern. Vor der Kulisse tanzen 26 Personen gleichzeitig auf der Bühne – alle im roten Smoking, kombiniert mit kurzen, roten Hosen.

Verantwortung abgeben

Ehepaar Frithjof und Marion Gasser sind die Erfinder von «Clowns & Kalorien». Vor 16 Jahren haben sie das himmlische Esstheater aus der Taufe gehoben und artistische Einlagen mit einem Viergangmenu kombiniert. So langsam wollen die beiden aber in den Hintergrund treten. Denn in der Saison arbeiten sie 18 Stunden am Tag. «Ich muss mich acht Mal am Abend umziehen», sagt die 51jährige Marion Gasser. Singen, tanzen, kochen, servieren – «Clowns & Kalorien» ist eine organisatorische Meisterleistung. Auch der 58jährige Frithjof Gasser will gerne Verantwortung abgeben. Der älteste Sohn Domino, ausgebildeter Artist, ist inzwischen 30 Jahre alt und wirkt längst mit. Ziel vom Ehepaar Gasser ist, den Jungen mehr Entscheidungen und Gestaltung zu überlassen. «Dieses Jahr noch mit Rücksprache», sagen sie. Doch viele langjährige Mitarbeiter und Artisten seien eingearbeitet und könnten einiges selbständig entscheiden.

Jünger, moderner, frecher

Der neue Schwung schlägt sich im Programm nieder. «Wir werden jünger, moderner und frecher», sagt Marion Gasser. Bei den Kostümen herrschen Turnschuhe vor anstatt der bisherigen Lackschuhe. Die Artisten tragen Baseball-Käppis und keine Pailletten. Die Proben werden dieses Mal besonders intensiv sein. Denn ein Bühnenbild in 20 Sekunden aufbauen klingt zwar einfach. Aber Marion Gasser weiss, was dahintersteckt: «Sehr viel Koordination.»

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