Das neue Studienjahr startet feierlich

Der 12. Thurgauer Hochschultag zum Auftakt des neuen Studienjahrs an der PHTG in Kreuzlingen stand ganz im Zeichen des Fachbereichs Gestaltung und Kunst.

Barbara Hettich
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Verena Stark, Dozentin Gestaltung und Kunst, interviewt Dorena Raggenbass, Sarah Gasser und Urs Schwager zum Werkunterricht während ihrer Schulzeit. (Bild: Barbara Hettich)

Verena Stark, Dozentin Gestaltung und Kunst, interviewt Dorena Raggenbass, Sarah Gasser und Urs Schwager zum Werkunterricht während ihrer Schulzeit. (Bild: Barbara Hettich)

KREUZLINGEN. Früher gab es die Schulfächer Werken, Zeichnen und Handarbeit, heute heissen die Fächer Bildnerisches, Textiles und Technisches Gestalten und werden im neuen Lehrplan 21 auch unter dieser Terminologie fest verankert.

Vor einem Jahr hat die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG) das Aus- und Weiterbildungsangebot um diesen Fachbereich erweitert. Wie sich nicht nur die Bezeichnung, sondern auch der Inhalt des Unterrichts in den vergangenen Jahren verändert hat, zeigten die Dozenten des Fachbereichs Gestaltung und Kunst den Gästen und neu immatrikulierten Studenten am Thurgauer Hochschultag im «Dreispitz» Kreuzlingen eindrücklich auf.

Drei Handarbeiten

Drei Persönlichkeiten unterschiedlichen Alters wurden auf die Bühne gebeten, die ihre selbst hergestellten Produkte aus ihrer Schulzeit mitgebracht hatten. Die Kreuzlinger Stadträtin und Grafikerin Dorena Raggenbass präsentierte Topflappen aus dem Jahr 1967, Urs Schwager, Chef Amt für Mittel- und Hochschulen, eine kleine Kartonschachtel von 1971 und die Illustratorin Sarah Gasser einen Holzschemel von 1999. Mit einem Bilderbogen wurde aufgezeigt, welche hochwertigen Produkte und Kunstwerke heute in den Schulen angefertigt werden. Zum Thema neue Kunstrichtungen präsentierte Susanne Kiebler, Dozentin Bildnerisches Gestalten, ihre Forschungsarbeit zum digitalen Fingerzeichnen mit iPhone oder iPad an Primarschulen. Martin Beck, Leiter Fachbereich Gestaltung und Kunst, wies auf die Bedeutung der gestalterischen Fächer hin – auf die emotionale Beziehung zu einem selbst hergestellten Produkt und welche Relevanz handwerkliches Geschick und die Fähigkeit etwas zu planen und zu entwickeln nach wie vor für die Gesellschaft habe.

Ergänzungsbau in Planung

Neue Ausbildungsgänge und mehr Studierende an der PHTG fordern ein grösseres Platzangebot. Im zweiten Teil des Abends informierten die Verantwortlichen über den geplanten Ergänzungsbau für die PHTG. Der Architekturwettbewerb sei abgeschlossen, sagte Rektorin Priska Sieber.

Geplant sind vier neue Atelierräume, und mit einer grossen Schulküche soll das Ausbildungsangebot an der PHTG vervollkommnet werden. Im Ergänzungsbau könne auch das Rektorat, Forschung und Informatik, untergebracht werden. Lorenz Zubler, Rektor der Pädagogischen Maturitätsschule, wies auf die gemeinsame Nutzung der beiden Schulen hin, und Kantonsbaumeister Erol Doguoglu versicherte, dass die Planungen auf gutem Wege seien, so dass sich die PHTG weiter entfalten könne.

Mit welcher Begeisterung und Kreativität an der PHTG gelehrt und gelernt wird, zeigte das PH-Frauenvokalensemble unter der Leitung von Eva Berger bei der musikalischen Umrahmung des Anlasses. Stürmischen Applaus gab es für das Thurgauerlied, bei welchem die Zuhörer nagelklopfend mitwirken durften.