Das Land gehört der Gemeinde

ESCHLIKON. Die im Januar durch eine Volksinitiative angeregte Eschliker Doppelturnhalle nimmt langsam Formen an. Bereits hat sich die Arbeitsgruppe auf einen möglichen Standort geeinigt. Im Oktober kommt das Projekt an die Urne.

Olaf Kühne
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Susanna Koller Schulpräsidentin und Vorsitzende der Arbeitsgruppe (Bild: Donato Caspari)

Susanna Koller Schulpräsidentin und Vorsitzende der Arbeitsgruppe (Bild: Donato Caspari)

Jeder fünfte Eschliker Stimmberechtigte steht hinter dem Projekt. Innert kurzer Zeit konnten die Sportvereine, organisiert in einer Interessengemeinschaft, 520 Unterschriften für ihre Initiative «Ja zu einer neuen Doppelturnhalle» sammeln – über 300 mehr als erforderlich. Entsprechend wohlwollend nahm Schulpräsidentin Susanna Koller – die Volksschulgemeinde ist Adressatin des Anliegens – die Unterschriftenbögen im Januar entgegen.

Zwei Standorte evaluiert

Am Zustandekommen der Initiative hatte auch kaum jemand gezweifelt. Schon nach ihrer Lancierung setzten sich deshalb Politische und Schulgemeinde mit einem möglichen Standort für die neue Doppelhalle auseinander. Sie gaben eine Evaluation in Auftrag. Zwei Orte kristallisierten sich heraus: Beim Fussballplatz Herdern und an der Waldstrasse, südlich des gleichnamigen Kindergartens. In der Zwischenzeit hatte sich eine Arbeitsgruppe gebildet, bestehend aus je zwei Vertretern der Politischen und der Schulgemeinde sowie fünf Sportlern. Bereits ist sich das achtköpfige Gremium einig, dass die Halle an der Waldstrasse am besten aufgehoben ist. «In beiden Gemeinden sind wir überzeugt, dass dieser Standort ideal ist», sagt denn auch Schulpräsidentin Koller, die auch der Arbeitsgruppe vorsitzt. Die Parzelle sei schon Eigentum der Politischen Gemeinde und befinde sich bereits in der Zone für öffentliche Bauten. Zudem sei der ebenfalls vorgeschlagene Fussballplatz Herdern schlicht zu weit weg für Kindergärtler und Primarschüler. Für sie müssten sonst die Turnhallen Blumenau und Bächelacker wie bis anhin in der Planung bleiben, was die Idee einer neuen Turnhalle – zumindest für die Schule – ad absurdum führen würde.

Machbarkeitsstudie in Arbeit

Bereits hat die Arbeitsgruppe einen einheimischen Architekten mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Für die Hallen selbst wird später ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben – die eigentliche Forderung der Initianten. Sieht doch der Initiativtext vor, dass die Schulbehörde an einer Gemeindeversammlung einen Planungskredit über 195 000 Franken beantragt. Vorausgesetzt, die Eschliker Sportvereine erhalten am 18. Oktober an der Urne genauso viel Support wie bei ihrer Unterschriftensammlung.