Das Kino im Dorf ist ein Erlebnis

Hüttlingen nimmt dieses Jahr am Roadmovie-Projekt teil. Ziel der Aktion ist es, mit einem fahrenden Kino Gemeinden zu besuchen, die keinen direkten Zugang zu einem Kino haben.

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Anna-Rita Dutly Gemeindepräsidentin Hüttlingen (Bild: pd)

Anna-Rita Dutly Gemeindepräsidentin Hüttlingen (Bild: pd)

Hüttlingen nimmt dieses Jahr am Roadmovie-Projekt teil. Ziel der Aktion ist es, mit einem fahrenden Kino Gemeinden zu besuchen, die keinen direkten Zugang zu einem Kino haben. Im Programm ist ein Projektnachmittag für die Primarschule, am Abend gibt es dann eine öffentliche und kostenlose Kinovorstellung. Als Highlight des Abends ist jeweils ein Ehrengast mit Bezug zum gezeigten Film anwesend. Anna-Rita Dutly, Gemeindepräsidentin von Hüttlingen, verspricht sich viel vom Anlass.

Wieso nimmt die Gemeinde Hüttlingen an diesem Projekt teil?

Wir wurden bereits öfters von der Leiterin von Roadmovie angefragt. So stand es auch schon länger auf unserer Wunschliste, da wir in Hüttlingen kein eigenes Kino haben. In diesem Jahr passte dann alles zusammen. Wir haben den Bühnenbereich in unserer Mehrzweckhalle saniert und nutzen diese Veranstaltung sozusagen als Einweihung. Ausserdem haben auch die Schule und der Landfrauenverein zugestimmt, sich zu beteiligen, was uns die Verwirklichung des Projekts ermöglicht.

Wie finden Sie das Projekt?

Die Grundidee des Konzepts finde ich super. Denn so haben auch kleine Gemeinden die Möglichkeit, das Kino zu sich zu holen und so der Bevölkerung eine Freude zu machen. Auch wie wir bisher von den Veranstaltern über den Ablauf und die Organisation informiert wurden, war lobenswert.

Was halten Sie davon, am Nachmittag noch eine Extravorstellung für die Primarschulen zu geben?

Ich weiss nicht genau, was die Schule daraus machen wird, aber dass überhaupt so ein Angebot vorhanden ist, finde ich sehr gut. Das zeigt der Jugend, die sich heute die ganzen elektronischen Geräte gewohnt ist, wie ein Kino hinter den Kulissen abläuft. Ich denke, sie können sich das gar nicht mehr vorstellen.

Wieso haben Sie den Film «Usfahrt Oerlike» gewählt?

Wir haben uns aus der Auswahl der Filme für drei Favoriten entschieden. Einer davon war jedoch auf Französisch, und da wir der Bevölkerung keinen Film zeigen wollten, bei dem man damit beschäftigt sind, Untertitel zu lesen, haben wir uns dagegen entschieden. Der zweite der drei Favoriten erschien uns schlichtweg zu traurig. Wir wollten keinen Film, bei dem die Leute das Kino niedergeschlagen verlassen. So kamen wir auf «Usfahrt Oerlike». Natürlich haben wir den Film auch aufgrund der tollen Schauspieler gewählt. (mwe)

Die Kinovorstellung findet am 3. November um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Hüttlingen statt.