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Das Inventar ist das Gedächtnis des Museums

Tagung Unlängst fand die fünfte jährliche Fachtagung des Vereins Museen im Thurgau–Museumsgesellschaft statt. Dieses Jahr trafen sich über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Ortsmuseum Amriswil. Mit dabei war auch Martha Monstein, Chefin des kantonalen Kulturamtes. Drei erfahrene Referierende gaben praxisbezogene Inputs zum Thema Inventarisieren.

«Das Inventar ist das Gedächtnis der Museumssammlung.» So stimmte Museumsfachmann Heinz Reinhart ins Thema ein. «Und je besser das Gedächtnis, desto interessanter sind die Objekte.» Anhand zahlreicher Beispiele führte er aus, wie wichtig es ist, ein Inventar mit Daten zu Herkunft, Bedeutung und Verwendung von Objekten festzuhalten. Gleichzeitig plädierte er für einen pragmatischen Zugang: Angesichts der vielen Objekte in einer Sammlung müssen Prioritäten gesetzt werden. Die Arbeit solle aufgeteilt, das Nötige und Mögliche zuerst erledigt und die Minimaldaten festgehalten und einem Depotstandort zugewiesen werden. Dies biete die Grundlage der Objektverwaltung.

Bildbestände bearbeiten und nutzbar machen

Auch der zweite Referent, Urs Lengwiler, Stadtarchivar von Amriswil und Inhaber der Firma Fokus AG für Wissen und Organisation, stiess ins selbe Horn wie sein Vorredner. Bei ihm ging es um das Beispiel Bildarchive und wie die Museen trotz beschränkter Mittel Bildbestände bearbeiten und nutzbar machen können. Dazu stellte er eine mehrstufige Bewertungs- und Erschliessungsstrategie vor. Wichtig für die Planung und den Einsatz von Ressourcen sei zunächst eine grobe Kategorisierung des Materials. Dadurch würden die besonders interessanten Teilbestände ermittelt, auf die man sich dann bei der Feinerschliessung konzen­trieren könne.

Software auch für kleine Museen bezahlbar

Silke Schlör, Museumsleiterin des Museums Rothus im st. gallischen Oberriet, stellte schliesslich die Museumssoftware Collectr vor. Das Programm wurde in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Museumsverbandes der St. Galler Museen (Musa) entwickelt. Der Verband stellt damit für mittlere und kleine Museen eine Inventarisierungssoftware zur Verfügung, die den Anforderungen einer guten Inventarisation gerecht wird und auch für Laien bedienbar ist. Und nicht zuletzt ist sie über den Verband auch für kleine Museen bezahlbar.

Der Verein Museen im Thurgau–Museumsgesellschaft bot den Museumsleuten mit der Fachtagung und in angenehm gastfreundlichen Rahmen des Ortsmuseums einmal mehr ein anregendes Weiterbildungs- und Vernetzungsangebot. Ein Inventar, das wurde im Rahmen der Fachtagung deutlich, ist Basis jeglicher Museumsarbeit. Und es gibt Wege, diese grosse und wichtige Arbeit in machbare Stücke aufzuteilen. (red)

www.museen-im-thurgau.ch

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