Das Holz liegt so nahe

Im Thurgau nimmt die Bedeutung von Holz als Energielieferant zu. Gemäss der Organisation Holzenergie Thurgau gibt es sogar noch mehr Potenzial.

Drucken
Teilen
Der Einsatz von Energieholz stärkt die regionale Wirtschaft. (Bild: pd)

Der Einsatz von Energieholz stärkt die regionale Wirtschaft. (Bild: pd)

ETTENHAUSEN. Holz liegt nahe, wächst nach und lässt sich in grossen Mengen nachhaltig nutzen: Durch die aktuellen Diskussionen über globale Umweltprobleme und Ressourcenknappheit rückt der erneuerbare und CO2-neutrale Energieträger Holz vermehrt in den Mittelpunkt. Die Bedeutung der Nutzung von Holz in automatischen Holzfeuerungen steigt deshalb an. Nicht umsonst hat die Schnitzelnutzung im Vergleich zum Jahr 2012 um rund 6000 Kubikmeter zugenommen. Das schreibt Holzenergie Thurgau in einer Medienmitteilung

Regionale Wirtschaft gestärkt

In der Mitteilung schreibt die Organisation weiter, dass der Einsatz von Energieholz zu mehr Unabhängigkeit gegenüber den unbeeinflussbaren Öl- und Gaspreisen führt, dass er neue Arbeitsplätze schafft und die regionale Wirtschaft stärkt. Denn von 100 Franken, die in die Holzenergie investiert werden, bleiben 52 in der Region und 48 in der Schweiz, während beispielsweise bei Erdgas 74 Franken ins Ausland abfliessen und lediglich 14 der Region und 12 Franken der Schweiz zugute kommen.

Holzenergie Thurgau hat zudem das Schnitzelholz-Potenzial im Kanton im Jahr 2015 neu ausgewertet. Dabei berücksichtigte sie das Holz aus dem Wald und aus der Landschaftspflege. Die Menge der bereitgestellten Holzschnitzel beträgt 104 600 Schnitzelkubikmeter. Als zusätzliches Potenzial stehen 21 450 Schnitzelkubikmeter aus Waldholz und 5800 Schnitzelkubikmeter aus der Landschaftspflege zur Verfügung. Trotz gesteigertem Absatz ist also noch immer ein Potenzial von 27 250 Schnitzelkubikmetern vorhanden.

50 Prozent mehr Energieholz

Gesamtschweizerisch wachsen jährlich zehn Millionen Quadratmeter Holz nach. Im Jahr 2014 sind gegenüber 1990 rund 50 Prozent mehr Energieholz genutzt worden. (red.)

Aktuelle Nachrichten