«Das Gewaltmonopol ist nicht delegierbar»

Dass private Sicherheitsunternehmen eingesetzt werden, ist schon lange ein Thema; ein Thema, bei dem sich die Geister scheiden. Braucht die Thurgauer Polizei überhaupt private Unterstützung?

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Hans Baltensperger Polizeikommandant Thurgau

Hans Baltensperger Polizeikommandant Thurgau

Dass private Sicherheitsunternehmen eingesetzt werden, ist schon lange ein Thema; ein Thema, bei dem sich die Geister scheiden. Braucht die Thurgauer Polizei überhaupt private Unterstützung?

Zur Erfüllung ihrer Kernaufgaben benötigt die Kantonspolizei Thurgau keine Unterstützung privater Sicherheitsunternehmen. Allenfalls arbeitet sie mit diesen bei grossen Sportveranstaltungen zusammen, sofern der Veranstalter private Sicherheitsdienste beansprucht.

In welchen anderen Bereichen könnten private Sicherheitsunternehmen überhaupt eingesetzt werden?

Private Sicherheitsdienste können von Veranstaltern für Ordnungsdienste, Verkehrsregelung oder beispielsweise Einlasskontrollen eingesetzt werden. Im öffentlichen Bereich werden Private von Gemeinden für niederschwellige kommunale Polizeiaufgaben

beauftragt, sofern die Gemeinden über die entsprechende Delegationsbefugnis des Regierungsrates verfügen.

Ist es sinnvoll, einen Teil des

Gewaltmonopols abzutreten?

Das Gewaltmonopol ist nicht

delegierbar. Es bedeutet immer einen starken Eingriff in die

persönliche Freiheit Betroffener. Die Anwendung bedarf deshalb der staatlichen Legitimation und Kontrolle.

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