Das Fest nach dem Jass-Fest

ERMATINGEN. Die Ermatinger Staader-Chilbi war trotz oder gerade wegen des Donnschtig-Jass ein Erfolg. 2500 Besucher kamen während dreier Tage auf die Stedi, genossen die schöne Lage am See und verspeisten 300 Kilogramm Fischknusperli.

Margrith Pfister-Kübler
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Das Abendrot mit Gewitterhimmel über der Stedi, bevor Blitz und Donner aufzogen. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Das Abendrot mit Gewitterhimmel über der Stedi, bevor Blitz und Donner aufzogen. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Ermatingen. «Auch Gemeindeammann Martin Stuber muss seinen Einsatz leisten, wie jedes andere Mitglied vom Männerchor oder vom Turnverein», erzählt OK-Präsident Urs Tobler am Samstagabend und ergänzt, dass das Gemeindeoberhaupt zum Bratwurst-Grillieren eingeteilt ist. Kurz danach dominieren dann Blitz, Donner und prasselnder Regen die Ermatinger Stedi. Die Besucher flüchten in die Zelte und die überdachten Bars, wo sie genug Platz finden. Das neue Bar-Konzept mit Lounge erweist sich als Renner.

Zur Staader-Chilbi strömen auch viele Jugendliche. Fast alle kennen sich. Der junge Automechaniker Björn Fedier sagt: «Die Staader-Chilbi ist Familien- und Kollegentreff.» Hochbauzeichnerlehrling Manuela Schiess hat erstmals Dienst an der Bar geleistet. Sie ist begeistert und jetzt Profi im Bierverkauf.

Ergriffen von der Szenerie

Der spektakuläre Sonnenuntergang löste bei den Gästen Wohlgefallen aus. Selbst Mary Sauter, ein Ermatinger Original, war ergriffen von der grandios illuminierten Szenerie.

Im Festzelt dreht derweil die Stimmungsmusik auf. Die Kids sind nicht von der Hüpfburg zu kriegen, murmelt die Aufsichtsperson. Vom Männerchor und vom Turnverein stehen rund 50 Mitglieder im Einsatz, Verstärkung erhielten sie vom Damenturnverein. Rund 1000 Arbeitsstunden wurden dieses Mal investiert, den Donnschtig-Jass zwei Tage zuvor inklusive.

Viel Lob für die Organisatoren

Vom Donnschtig-Jass, habe man profitiert, meint Vize-OK-Präsident Peter Dransfeld. Er war zuvor skeptisch. «Viele haben in der Thurgauer Zeitung gelesen, wie schön unser Festplatz ist und sind spontan gekommen.» Förster Werner Kreis zieht Bilanz über den Verkauf der Fischknusperli: Rund 300 Kilogramm wurden am Handwerkerabend am Freitag, an der Chilbi am Samstag und gestern Sonntag verspeist. Mit dem Frühschoppenkonzert versetzte gestern Sonntag die Musikgesellschaft Ermatingen die Besucher in gute Laune, und dies bei Sonnenschein. Das Fest erntete insgesamt viel Lob. OK-Präsident Urs Tobler sagte am Sonntag nach drei Stunden Schlaf: «Die Leute blieben in der Samstagnacht, bis die ersten Vögel zwitscherten. Alles blieb friedlich, es gab keine Zwischenfälle und keine Besoffenen, die gepöbelt hätten.» Am Sonntagmorgen seien dann viele Gäste zum Kaffee erschienen.

Bei den Finanzen bleibe unter dem Strich noch etwas übrig. Der Ermatinger Männerchor und der Turnverein finanzieren ihr Jahresprogramm mit dem Erlös der Staader-Chilbi.