Das Ende ist nah

Murgspritzer

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Ach, wäre doch schon wieder dritter Montag im Januar! Aber nein, da hat sie uns wieder, die Altjahreswoche, die Zeit der Völlerei und des Alkoholmissbrauchs. Nach der Einladung ist vor der Einladung. Und wenn es auch nur ein Glühwein am Schlossberg ist. Den Feiertags-Ranzen versteckt man daheim auf dem Canapé unter einer Decke. Die letzten Canapés von der Cocktailparty sind verdrückt. Die Entsorgungsstelle beim Werkhof wird entsorgt. Irgendwie geht alles den Bach runter, denkt man sich. Zum Glück hat dieses 2016 bald ein Ende. Nur noch eine Woche.

Auf Facebook geht ein Video viral, das für die bevorstehende Hallenbadsanierung wirbt. Attraktive Menschen, wie sie Frauenfeld für nationale Schönheitswettbewerbe auch schon hervorgebracht hat, tummeln sich in den Becken, meint man zu sehen. Eigentlich sind es ja nur fröhliche Kinder und ältere Damen beim Aqua-Fitness. Aber sie wirken so vital und dynamisch, dass man sich bis nächsten Frühling nicht mehr in die Badi traut. Nebenbei sucht ein Facebook-User Bananenschachteln. Alles muss raus, alles muss weg im alten Jahr. Nicht zuletzt auch das Altglas, das schon seit Wochen parat ist, entsorgt zu werden. Ein paar Frauenfelder machen sich für höhere Stadtbus-Chauffeur-Löhne stark. Und ein paar haben Probleme mit Moscheen oder der Swisscom. Wie gehabt, es geht dem Ende zu. Da drehen halt ein paar durch.

Am Ende des Tunnels taucht aber ein Licht auf: die Einladung zum Neujahrsempfang der Stadt. Das neue Jahr. Hach. 2017. Es gibt Süssmost und Bürgerwein. Das Hallenbad-Video mit den schönen Menschen ist vergessen. Man meldet sich für einen Aqua-Fitness-Kurs an. Es geht bergauf. Am 16. Januar ist Bechtelistag.