Das Dorf hat wieder einen Laden

Der Dorfmarkt in Guntershausen ist eröffnet. Am Einweihungsapéro staunten die Gäste über das grosse Angebot von Artikeln des täglichen Bedarfs. Die Initiative für den Laden kam aus der Bevölkerung.

Kurt Lichtensteiger
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Marlis Fuhrer, Prisca Fenner, Manuela Hug und Roland Hollenstein freuen sich auf zahlreiche Kundschaft. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Marlis Fuhrer, Prisca Fenner, Manuela Hug und Roland Hollenstein freuen sich auf zahlreiche Kundschaft. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

GUNTERSHAUSEN. Übersichtlich und einladend, sei der neue Laden, sagen die Gäste am Einweihungsapéro. Im Dorfmarkt stehen auf einer Verkaufsfläche von 85 Quadratmetern rund 2000 Artikel des täglichen Bedarfs im Angebot. Damit solle die Nahversorgung der Bevölkerung von Guntershausen und Maischhausen sichergestellt werden, sagte Genossenschaftspräsident Roland Hollenstein in seiner Begrüssungsrede.

Bevölkerung unterstützt Projekt

Rund ein Drittel der Produkte sind regionale Erzeugnisse, wobei der Schwerpunkt auf den Frischprodukten liegt. Hauptlieferant ist die Volg Konsumwaren AG, Winterthur. «Tätigt jeder der rund 600 örtlichen Haushalte nur einen Einkauf von 50 Franken pro Woche, kann das finanzielle Ziel, nämlich ein Jahresumsatz von 600 000 Franken, erreicht werden», betont der Genossenschaftspräsident. Zuversicht im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit scheint auch deshalb berechtigt zu sein, weil das Bedürfnis nach einem eigenen Laden aus der Bevölkerung heraus gewachsen ist. Nur so ist es zu verstehen, dass innert Rekordzeit das Genossenschaftskapital von 90 000 Franken gezeichnet worden ist und ein grosser Bevölkerungsteil das Projekt nicht nur ideell, sondern auch materiell unterstützt.

Zeichen dafür ist zudem die Tatsache, dass manche Genossenschaftsmitglieder zudem engagierte Freiwilligenarbeit geleistet haben. Das Zusammenspiel vieler ehrenamtlicher Kräfte wurde an der Einweihung denn auch mit anerkennendem Beifall gewürdigt. Entscheidend für den Erfolg sei nicht zuletzt das Personal, sagte Sabine Vuilleumier, Initiantin und Aktuarin der Genossenschaft. Mit Marlis Fuhrer aus Winterthur sei eine fachkundige Geschäftsführerin angestellt worden. Ihr zur Seite stehen die Verkäuferinnen Prisca Fenner und Manuela Hug aus Guntershausen. Vuilleumier: «Die drei Frauen bieten Gewähr für eine kompetente Bedienung.» Eine Spiel- und eine Kaffee-Ecke, ein Hauslieferdienst und eine Ablage für Textilreinigung sind weitere Trümpfe. Der Laden soll ein Treffpunkt werden und Guntershausen sozusagen wieder eine Seele bekommen.

Gute Lage

Heinz Krucker, als «Geburtshelfer» bezeichnet, räumt dem Laden sehr gute Chancen ein: «Ein Zielpublikum von 1500 Einwohnern, die gute Lage in der Nähe des Bahnhofs und an der Durchgangsstrasse bei einem Verkehrsaufkommen von 4500 Fahrzeugen sind weitere Kriterien, die optimistisch stimmen», sagte Krucker. Ein Fachmann, der bereits das nächste Projekt begleitet, nämlich in Tobel/Tägerschen.