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Das Connyland will neue Delfine

LIPPERSWIL. Das Connyland hat sich bereits mehrfach bei Kantonstierarzt Paul Witzig gemeldet, weil es an die Anschaffung von neuen Delfinen denkt. Für Witzig steht das zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Debatte.
Daniel Walt
Bald ist Saisoneröffnung im Connyland - im Moment hat der Freizeitpark nur noch drei Delfine. (Bild: Archiv/Donato Caspari)

Bald ist Saisoneröffnung im Connyland - im Moment hat der Freizeitpark nur noch drei Delfine. (Bild: Archiv/Donato Caspari)

«Der Idealfall wäre, die jetzt bei uns bestehende Gruppe mit je einem erwachsenen Männchen und Weibchen zu ergänzen, damit wären die Probleme in der Entwicklung unserer Tiere gelöst.» Das steht in einem von Nadja Gasser unterzeichneten Mail des Connylands an den Thurgauer Kantonstierarzt Paul Witzig. Darin bittet Gasser Witzig nach dem Tod der beiden Delfine Shadow und Chelmers, das Anliegen des Freizeitparks nach neuen Delfinen als Vorabklärung zu prüfen.

«Angel» macht Probleme
Publik gemacht hat den Mailverkehr das deutsche Wal- und Delfinschutzforum (WDSF), das sich für eine Schliessung des Connyland-Delfinariums einsetzt. Im Mail an den Kantonstierarzt betont Nadja Gasser, die Gruppe der verbliebenen Delfine sei in ihrer jetzigen Zusammensetzung mittel- und langfristig nicht haltbar. Im Zentrum der Probleme scheint der fünfjährige Delfin Angel zu stehen. «Er scheint das Leitmännchen Chelmers sowie seinen Kumpel Shadow sehr zu vermissen. Er ruft ständig nach ihnen und sucht sie in der Aussenlagune», schreibt Nadja Gasser. Vorher sei er sehr zutraulich gewesen, während er sich nun «uns gegenüber abweisend und teilweise sogar aggressiv zeigt». Weiter erwähnt sie, dass Angel mit den ersten sexuellen Verhaltensmustern beginne, und dies bei seiner eigenen Mutter. Er werde bald versuchen, sich mit Chicky zu paaren. Diese werde aber kein Interesse zeigen, da sie mit Secret ein Jungtier habe. Unter der Situation würde laut Gasser vor allem auch der halbjährige Secret zu leiden haben.

Witzig bestätigt Mailverkehr
Der Thurgauer Kantonstierarzt Paul Witzig bestätigt auf Anfrage die Existenz des Mails von Nadja Gasser. Bereits im Sommer 2010, lange noch vor dem Tod der Delfine Shadow und Chelmers, habe sich das Connyland unverbindlich nach den Bedingungen dafür erkundigt, Delfine zu importieren. «Ich hielt fest, dass es sich um keine Wildfänge handeln dürfte», so Witzig. Auf die Frage, ob es weitere Bedingungen gäbe, hält er fest, dass die Tiere aus anerkannten Delfinarien stammen müssten. Zudem müsse die künftige Gruppenzusammensetzung der Tiere im Connyland betrachtet werden.

Resultat der Untersuchungen abwarten
Trotz des weiteren Mailverkehrs in der Angelegenheit: Die Sache wurde laut Paul Witzig bisher nicht konkreter. Das Mail von Nadja Gasser, welches vom vergangenen 1. Dezember stammt, beantwortete der Kantonstierarzt damals wie folgt: «Grundsätzlich möchte ich aber doch darauf hinweisen, dass wir mindestens das Resultat der Untersuchungen (Gutachten zum Tod der beiden Delfine Shadow und Chelmers) abwarten müssen, bevor weitere Schritte unternommen werden können.» Ein Wörtchen mitzureden hätte beim Import von Delfinen im Übrigen auch das Bundesamt für Veterinärwesen: Es ist zuständig für die Erteilung der Einfuhrbewilligung. Dabei stützt es sich laut Sprecherin Regula Kennel auf die Auskunft des Kantonstierarztes, ob das Connyland die Haltevorschriften erfüllt.

Connyland-Sprecher Erich Brandenberger wollte gegenüber unserer Zeitung keine Stellung nehmen.

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