Das Abenteuer «Chef» gemeistert

AMRISWIL. Einen Monat lang haben Lehrlinge die Denner-Filiale in Amriswil selbständig geführt. Das Fazit der Filialleiterin fällt durchwegs positiv aus. «Ich hatte wirklich gar nichts auszusetzen», sagt Rita De Maio.

Donat Beerli
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Zum Lachen zumute: Der Lehrling Granit Tafolli und Filialleiterin Rita De Maio in der Weinabteilung der Denner-Filiale in Amriswil. (Bild: Reto Martin)

Zum Lachen zumute: Der Lehrling Granit Tafolli und Filialleiterin Rita De Maio in der Weinabteilung der Denner-Filiale in Amriswil. (Bild: Reto Martin)

Lehrling Granit Tafolli steht am Eingang des Ladens und begutachtet seine Arbeit. Sorgfältig angeordnet stehen Orangen, Mandarinen und frische Äpfel in den Regalen der Denner-Filiale. «Wir legen grossen Wert auf die Gestaltung des Eingangsbereiches», sagt er. Granit Tafolli weiss, wovon er spricht. Seit Anfang November hat der 18-Jährige die Filialleitung inne. Er macht Bestellungen, schreibt Einsatzpläne und füllt Stundenrapporte der Mitarbeitenden aus. Drei Tage vor Ende des Projekts zieht er eine positive Bilanz. Einige Male habe er etwas wiederholen müssen, bis es so war, wie er es wollte. Aber das müsse ein Chef halt manchmal. Das Stimmungsbarometer, das die Lernenden in den ersten Tagen im Pausenraum aufgehängt haben, zeige aber unverändert nach oben. «Alle sind glücklich. Hoffentlich auch mit mir», sagt der Stift im dritten Lehrjahr schmunzelnd.

«Granit ist ein super Chef», sagt Gentiana Ferati, die im ersten Lehrjahr ist und normalerweise im Denner in Kreuzlingen arbeitet. Man könne sich wahrlich nicht beklagen. Die 17-Jährige ist froh, dass sie beim Projekt mitmachen durfte. «Wir hatten viel Spass.»

Chefs wurden respektiert

«Wir sind als Gruppe zusammengewachsen», sagt Nudzejma Hamza. Sie war in diesem Monat die stellvertretende Filialleiterin. «Ich war erstaunt, dass die anderen Lehrlinge uns als Chefs so gut respektiert haben.»

Die 21-Jährige, die in Rümlang im Kanton Zürich ihr drittes Lehrjahr absolviert, ist froh, dass sie den Jüngeren etwas von ihrem Wissen weitergeben konnte. Mit Wehmut blickt sie auf die letzten Tage in Amriswil. Die Leute, die sie hier kennengelernt habe, seien ihr ans Herz gewachsen. «Ich werde alle ein wenig vermissen.»

Nur positive Rückmeldungen

Auch Rita De Maio ist begeistert. «Ich hatte wirklich gar nichts auszusetzen», sagt die Amriswiler Filialleiterin. Während ihre acht Mitarbeitenden entweder in den Ferien weilten oder in anderen Läden aushalfen, griff sie den Lernenden wenn nötig unter die Arme. «Alle haben super harmoniert, und das vom ersten Tag an», sagt Rita De Maio.

Auch die Kunden seien zufrieden, sagt sie. Es seien nur positive Rückmeldungen gekommen. Daran habe sie aber nie gezweifelt. «Ich wusste, dass das gut kommt.»

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