Darlehen für Ostschweizer Kinderspital

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St. Gallen Schweizweit kämpfen die Kinderspitäler mit nicht kostendeckenden Tarifen. Die Kinderspitäler können deshalb nicht genügend Mittel zur Finanzierung von Investitionen erarbeiten und sind auf Darlehen angewiesen. Die Träger des Ostschweizer Kinderspitals (Kantone Thurgau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und St. Gallen sowie das Fürstentum Liechtenstein) haben sich 2013 deshalb darauf geeinigt, der Stiftung Ostschweizer Kinderspital für den geplanten Neubau auf dem Areal des Kantonsspitals St. Gallen ein verzinsliches und rückzahlbares Darlehen von 172,5 Millionen Franken zu gewähren. Die Träger teilten den Darlehensbetrag gemäss der Herkunft der behandelten Kinder und Jugendlichen unter sich auf. Der Anteil des Thurgaus beträgt 25,4 Millionen Franken.

Die Regierungsräte des Kantons Thurgau und des Kantons Appenzell Ausserrhoden haben nun den Darlehen für das Ostschweizer Kinderspital zugestimmt. Damit sollen die Kinder und Jugendlichen aus ihrer Region im neuen Kinderspital eine optimale Versorgung erhalten. Nun sind die Kantonsräte am Zug: Der Thurgauer Grosse Rat wird sich voraussichtlich im Fe-bruar/März 2018 und der Ausserrhoder Kantonsrat im Februar 2018 mit dem Geschäft auseinandersetzen. Im Kanton Thurgau kann sich zudem noch die Stimmbevölkerung zum Darlehen äussern.

Weil das Ostschweizer Kinderspital wie erwähnt keine kostendeckenden Tarife erhält, ist die Finanzierung von Mobilien und medizintechnischen Geräten im Neubau noch nicht gesichert. Deshalb will die St. Galler Regierung dem Ostschweizer Kinderspital ein zusätzliches Darlehen von 12,5 Millionen Franken gewähren. (red)