Daheimgebliebene wechseln zwischen gefrorenem und fliessendem Wasser

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Diego, Diana und Mutter Célia Vizzo mit Anna Bernardo und Luana geniessen die Zeit auf der Eisbahn. (Bild: Andreas Taverner)

Diego, Diana und Mutter Célia Vizzo mit Anna Bernardo und Luana geniessen die Zeit auf der Eisbahn. (Bild: Andreas Taverner)

Frauenfeld Alleine gestern Donnerstag haben über 100 Besucher im Rahmen der Aktiv-Sportwoche der Stadt Frauenfeld die Kunsteisbahn besucht. Für einige war es gar das erste Mal überhaupt, dass sie auf Kufen übers glatte Eis geglitten sind.

«Bis jetzt haben wir 70 statt wie vergangenes Jahr 50 Ferienpässe zu fünf Franken verkauft», sagt Eismeister Roman Wegmüller. Er wertet die Aktion, welche die Stadt für daheimgebliebene Frauenfelder Schülerinnen und Schüler vom 28. Januar bis und mit 5. Februar anbietet, als Erfolg. Vor allem der Vormittag ist tendenziell eher von Müttern besucht, die mit den jüngeren Kindern kommen. «Das wir über den Mittag offen haben und die Öffnungszeiten bis 17 Uhr verlängert sind, ist ein ‹Ferienzückerchen› an die Besucher», sagt Wegmüller. Ein Lob geht auch an diejenigen, die Eishockey spielen. «Seit die Tafel mit den Regeln publik gemacht worden ist, hat sich das Herumschiessen stark gebessert», sagt Wegmüller zufrieden.

Unterdessen ist es kurz vor 14 Uhr: Der Ansturm der Besucher beginnt. Ein Gast aus Gachnang findet: «Es ist ein Super- Angebot, dass die Stadt uns bietet.» Er nutzt einmal die Eisbahn, ein andermal das Hallenbad. «Wir wechseln zwischen gefrorenem und fliessendem Wasser», sagt er schmunzelnd. Seine Tochter Katja kommt voller Freude: «Das Restaurant ist jetzt offen.» Auf der Eisbahn fallen einige Kinder immer wieder hin, stehen aber sofort wieder auf. Da sie gute Kleidung und einen Helm tragen, macht sich niemand Sorgen. Für Chantal Wägeli aus Uesslingen ist es heute das erste Mal, dass sie auf Kufen steht. «Sie hat Freude», sagt ihre Mutter Johanna, «auch wenn es für Chantal noch etwas ungewohnt ist.»

Nachdem die Eisputzmaschine die Aussenbahn spiegelblank gereinigt hat, geht das grosse Rutschen weiter. Nun sind rund 100 Besucher auf der Eisfläche. «Das ist der Grund, weshalb wir früh genug kommen», sagt eine Besucherin. «Denn spätestens jetzt ist mit Fangisspielen fertig», sagt sie und reiht sich vorsichtig in die zahlreichen Eisläufer ein.

Andreas Taverner

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch